Stille: Biberach lädt zur ersten Kopfhörer-Party ein

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 Rebecca Schwartz und Julian Gröschl freuen sich auf die erste Silent Party in der Gigelberghalle.
Rebecca Schwartz und Julian Gröschl freuen sich auf die erste Silent Party in der Gigelberghalle. (Foto: Tanja Bosch)

Zur ersten Silent Party lädt das städtische Kulturamt am Samstag, 27. April, in die Gigelberghalle ein. Die Idee für diese Veranstaltung hatte Rebecca Schwartz. Die 22-Jährige macht derzeit eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau bei der Stadt Biberach, die Silent Party ist ihre Projektarbeit fürs dritte Ausbildungsjahr.

Die Silent Party, was übersetzt soviel wie stille Party bedeutet, macht ihrem Namen alle Ehre. Denn auf der Tanzfläche soll es tatsächlich eher still zugehen. Wer jetzt glaubt, das kann ja keine richtige Party werden, täuscht sind. Jeder Gast bekommt einen Kopfhörer, mit dem er zwischen drei verschiedenen Musikrichtungen wählen kann. DJs stehen an diesem Abend natürlich auch hinter den Plattentellern und sorgen für den passenden Sound: DJ SeSt, DJ Luke&Tobe und DJ Tsching werden auflegen, natürlich ausschließlich mit Kopfhörern.

Idee stammt aus einer Netflix-Serie

„Eigentlich war das eine ganz spontane Idee“, sagt Rebecca Schwartz. „In einer Netflix-Serie habe ich so eine Party zum ersten Mal gesehen und fand es so cool, dass ich dachte, so etwas könnten wir in Biberach auch mal veranstalten.“ Klaus Buchmann, Leiter des Kulturamts, war sofort begeistert von der Idee. „Ich finde dieses Format sehr spannend. Vor allem, wenn ich mir vorstelle, dass die Leute auf der Tanzfläche zu unterschiedlicher Musik tanzen.“

800 Kopfhörer und die passende Technik werden von einer Firma aus Stuttgart ausgeliehen. Die Gäste der Silent Party können sich die Kopfhörer für zehn Euro Pfand ausleihen. Auch für Julian Gröschl, der beim Kulturamt für die Veranstaltungen und die Hallenverwaltung zuständig ist, eine ganz neue Erfahrung: „Aus veranstaltungstechnischer Sicht ist das sehr spannend. Es gibt die verschiedenen Kopfhörerfrequenzen, die im Übrigen durch unterschiedlich farbige LEDs leuchten, und dann brauchen wir zwar Licht, aber keine Boxen wie normalerweise üblich.“

Azubis haben viele Freiräume

Dass die Azubis beim Kulturamt gegen Ende ihrer Ausbildung eigene Projekte und Großveranstaltungen organisieren, hat schon fast Tradition. Auch der Volxmusik Grandprix sei eine Projektarbeit gewesen. „Die Ausbildungsberufe Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder auch die Veranstaltungskauffrau und der Veranstaltungskaufmann sind sehr vielseitige Berufe“, sagt Julian Gröschl. „Wir lassen unseren Azubi viele Freiräume und wollen auch, dass sie eigene Ideen umsetzen.“

Ich wollte mit der Party auch ein Zeichen setzen und jungen Leuten was bieten.

Rebecca Schwartz, Partyorganisatorin

So organisiert Rebecca Schwartz – mit Unterstützung der anderen Azubis und dem Kulturamt-Team – ihre erste eigene große Veranstaltung in der Gigelberghalle. Die 22-Jährige aus Oberhöfen kümmert sich um den Ablauf, die Werbung, den Kartenvorverkauf und auch die Gastronomie. Langsam steigt auch die Nervosität: „Ich hoffe schon, dass viele Leute kommen. Ich wollte mit der Party auch ein Zeichen setzen und jungen Leuten was bieten“, sagt die Auszubildende. „Sonst gibt es ja nicht so viel.“ Die Silent Party ist aber nicht nur etwas für junge Leute, jeder, der Lust auf eine neue Erfahrung hat. ist willkommen.

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