Stärke demonstrieren und gewinnen

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Der Tabellenführer FV Olympia Laupheim mit Kapitän Sascha Topolovac trifft zu Hause auf das Schlusslicht TSG Ehingen, für das s
Der Tabellenführer FV Olympia Laupheim mit Kapitän Sascha Topolovac trifft zu Hause auf das Schlusslicht TSG Ehingen, für das sein älterer Bruder Daniel spielt. (Foto: Fotos: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur
Michael Mader

Die drei Fußball-Landesligisten aus dem Bezirk Riß haben am Wochenende allesamt ein Heimspiel. Dabei steht bei den Begegnungen des SV Ochsenhausen gegen Kehlen (Samstag, 15.30 Uhr) und des SV Mietingen gegen die TSG Balingen II (Sonntag, 15 Uhr) der Abstiegskampf im Mittelpunkt. Dagegen kann der FV Olympia Laupheim in der Partie gegen den Tabellenletzten TSG Ehingen (Samstag, 15.30 Uhr) einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg in die Verbandsliga machen.

SV Ochsenhausen – SV Kehlen (Samstag, 15.30 Uhr). Der SVO hat in den beiden vergangenen Spielen – jeweils auswärts – für Furore gesorgt. Erst gelang beim Spitzenteam aus Weiler ein 5:2-Erfolg, dann spielte man beim FV Altheim eine überragende erste Halbzeit, führte durch einen lupenreinen Hattrick von Spielertrainer Oliver Wild mit 3:0, um am Ende doch nur 3:3 zu spielen. „Das war schon ein Punktverlust, den wir uns selber zuzuschreiben haben. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit aus der Hand gegeben, was uns eigentlich nicht hätte passieren dürfen“, so Oliver Wild. Der Punkt sei dennoch wichtig gewesen.

Den kommenden Gegner Kehlen sieht er mehr unter Druck als seine Mannschaft. Für Kehlen (31 Punkte) ist die Abstiegszone aktuell näher als für die Ochsenhauser (35 Punkte), die allerdings auch schon ein bis zwei Spiele mehr absolviert haben als die meisten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Es ist gut wenn der Gegner gewinnen muss. Wir werden versuchen, Kehlen kommen zu lassen, um dann eiskalt zuzuschlagen. Das ist uns in den letzten Spielen gut gelungen“, sagt der SVO-Spielertrainer. Kehlen sei aber auch ein Gegner, der den Ochsenhausern nicht unbedingt liege. „Es ist eine sehr kampfstarke Mannschaft. Da müssen wir über 90 Minuten dagegenhalten und konzentriert zur Sache gehen, anders als in der zweiten Halbzeit gegen Altheim“, so Oliver Wild. „Eines darf auf keinen Fall passieren, wir dürfen nicht verlieren. Das Ziel muss es sein, Kehlen auf Distanz zu halten.“ Und da wäre für den 33-Jährigen auch schon ein Unentschieden wie im Hinrundenspiel (1:1) in Ordnung. „Wir werden aber trotzdem auf Sieg spielen.“ Verzichten muss Oliver Wild, dessen Einsatz wegen Sprunggelenkproblemen fraglich ist, weiter auf Manuel Mohr (Flitterwochen). Auch Andreas Flontas (privat verhindert) wird nicht zur Verfügung stehen. In den Kader zurückkehren werden derweil Konrad Licht und Eduard Ruf.

FV Olympia Laupheim – TSG Ehingen (Samstag, 15.30 Uhr). Mit einem 3:1-Sieg ist der FV Olympia am späten Mittwochabend aus Balingen zurückgekehrt. Der wichtige Erfolg war eingetütet und der Vorsprung auf den TSV Berg auf drei Punkte ausgebaut. Dazu kommt ein gefühlt weiterer Zähler durch das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber Berg. Doch noch sind sechs Spiele zu spielen, davon muss die Olympia noch viermal auf fremden Plätzen antreten.

Die Partie gegen den Nachbarn aus Ehingen ist bereits das vorletzte Heimspiel der Blau-Weißen in dieser Saison. „Darüber machen wir uns keine Gedanken. Wir sind auch auswärts stark genug, um jeden Gegner zu schlagen“, betont Hubertus Fundel. Der Laupheimer Trainer wird gegen den Abstiegskandidaten seine Mannschaft gegenüber dem Spiel in Balingen wohl nicht umstellen. Die Verletzung von Robin Biesinger ist noch nicht überwunden und zwingt mindestens noch zu einer weiteren Spielpause. Simon Hammerschmied hat auch in Balingen gezeigt, wie wichtig er für das Team sein kann. Fundel geht davon aus, dass auch Ehingen eher auf Kompaktheit in der Defensive und schnelles Umschaltspiel nach vorn setzt. „Das ist die Stärke der Mannschaft von Roland Schlecker, den wir natürlich aus seiner Zeit in Laupheim noch sehr gut kennen“, so Fundel.

„Ehingen hat schon im Hinspiel gegen uns gezeigt, dass sie in der Landesliga bestehen können und noch alle Chancen haben, diese auch zu halten.“ Dennoch laute die Vorgabe für seine Mannschaft natürlich, drei Punkte zu holen. „Wir wollen unser dominantes Spiel durchbringen, Chancen kreieren und die eine oder andere auch möglichst verwerten.“

SV Mietingen – TSG Balingen II (Sonntag, 15 Uhr). Noch ist der Ärger über die vergebene Chance beim 2:2 gegen den TSV Eschach nicht ganz verraucht über Mietingen. „Vor allem in der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft“, sagte der Trainer des SVM, Reiner Voltenauer. „Auch das zweite Tor darf so nicht fallen. Da machen wir zu viele einfache Fehler.“ Auf der anderen Seite ist dem Coach auch klar, dass 30 Punkte zu diesem Saisonzeitpunkt eine gute Ausbeute sind für den Aufsteiger. „Das kann sich schon sehen lassen und noch haben wir es selbst in der Hand, den Abstieg zu vermeiden.“ Ob gegen den Oberliganachwuchs der Balinger Christian Glaser wieder mit von der Partie sein kann, wird sich kurzfristig entscheiden. „Vielleicht kann er in die Jokerrolle schlüpfen und uns mit seiner großen Erfahrung helfen“, hofft Voltenauer zumindest auf einen Kurzeinsatz seines Co-Trainers.

Balingen steht nach der Heimniederlage gegen Laupheim am vergangenen Mittwoch massiv unter Druck und muss in Mietingen schon fast gewinnen, um sich wieder eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Im Tor des SVM wird vermutlich wieder Jens Müller für den verletzten Manuel Amann stehen. Felix Stumm ist leicht angeschlagen. Dennoch kann Mietingen gegen Balingen II am Sonntag und drei Tage später gegen Ravensburg II ebenfalls zu Hause wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga holen. „Das ist uns bewusst, wir wissen aber auch, dass gerade diese U23-Teams in der Regel hohe Qualität haben und uns alles abfordern werden“, hat Voltenauer großen Respekt vor den beiden kommenden Gegnern.

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