Spielzeugautos flitzen mit Solarenergie

Lesedauer: 3 Min
 Die Klasse 4a der Birkendorf-Grundschule zu Besuch bei der Hochschule Biberach.
Die Klasse 4a der Birkendorf-Grundschule zu Besuch bei der Hochschule Biberach. (Foto: Hochschule Biberach)
Schwäbische Zeitung

Besonders helle Strahler simulieren an diesem wolkenvergangenen Vormittag die Sonne, in ihrem Licht flitzen kleine Spielzeugautos über die Tischplatte, rot-weiße gestreifte Kreisel, die durch einen winzigen Motor betrieben werden, drehen sich wie ein Wirbelwind: Viertklässler der Grundschule Birkendorf sind zu Besuch im Institut für Gebäude-Energiesysteme der Hochschule Biberach (HBC) und sind an dem Teststand für Solarenergie mit Begeisterung dabei. Das berichtet die Hochschule.

Enna Laasch und ihre Freundin haben die Bausätze gemeinsam zusammengesetzt. Das hat gut geklappt und „Spaß gemacht“, sagen die Grundschülerinnen. Stolz beobachten die Zehnjährigen, wie sich der Kreisel dreht und das Muster durch die Bewegung mehr und mehr verschwimmt. Im Sachkundeunterricht haben sich die Schüler bereits damit beschäftigt, wie Energie aus der Sonne gewonnen werden kann. Sie kennen sich aus und haben mit Interesse verfolgt, was Energie-Ingenieur Peter Knoll, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Martin Becker, über die Gewinnung von solarer Energie erklärt.

„Den Schülerinnen und Schülern ist die enorme Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe und auch die Gefahr durch Atomenergie mehr als bewusst“, berichtet Klassenlehrer Michael Kling. Die Themen Wasser und Luft seien im Bildungsplan Baden-Württemberg fest verankert und so habe er im Unterricht das Feld Umweltschutz und Energie mit den Kindern erarbeitet. „Beim Zusammentragen von alternativen Energiequellen sind wir natürlich auch auf die Solarenergie gestoßen“, berichtet er, „zumal einige Kinder zuhause Solarzellen auf den Dächern haben.“

An der HBC können die Jungen und Mädchen der Klasse 4a an diesem Tag die Funktion von Stromkreisen kennenlernen und vor allem: selbst ausprobieren. Rasch finden die Viertklässler heraus, dass Schaltungen mit mehr Zellen eine höhere Geschwindigkeit bedeuten – unter den künstlichen Sonnen entsteht ein munterer Wettstreit. Am Ende dieser Kinder-Uni-Einheit bedanken sich die Kinder mit einem herzlichen Applaus dafür, dass sie im Labor der Hochschule Biberach forschen durften oder wie Michael Kling sagt: „für die Schüler-Sensibilisierung durch die Hochschule“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen