SPD fordert mehr Tempo beim Stadtbusverkehr

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Einige Stadträte wünschen sich für den „neuen“ Stadtlinienverkehr auch günstigere Fahrpreise.
Einige Stadträte wünschen sich für den „neuen“ Stadtlinienverkehr auch günstigere Fahrpreise. (Foto: Daniel Häfele)
Schwäbische Zeitung

Der neu gewählte Vorstand des Biberacher SPD-Ortsvereins fordert in einer Pressemitteilung die Stadtverwaltung auf, die Attraktivität des ÖPNV weiter voran zu bringen. Stichwort sei für die Zukunft das Ein-Euro-Ticket oder sogar ein kostenloser ÖPNV in Biberach.

Die SPD verweist in ihrer Mitteilung auf einen Bericht der „Schwäbischen Zeitung“, wonach das in Ravensburg eingeführte Ein-Euro-Ticket für den ÖPNV an Samstagen bei der Bevölkerung gut angenommen werde.

Die Fahrtgastzahlen hätten sich um rund 50 Prozent verbessert, der öffentliche Nahverkehr werde somit gestärkt, der Verkehr in der Innenstadt entlastet, mit der höheren Nutzung des ÖPNV verbessere sich die Luftqualität, so die SPD in ihrer Mitteilung. „Das Ravensburger Ein-Euro-Ticket für den ÖPNV zeigt: Die Bürger wollen den ÖPNV nutzen – wenn er für sie attraktiv ist. Das bekommen wir hin mit einem zukunftsweisenden Nahverkehrsplan, gleichzeitig aber auch mit günstigen Preisen“, wird der Vorsitzende des Ortsvereins, Simon Özkeles, zitiert.

„Einfach mal ausprobieren“

Die SPD begrüße das neue Biberacher Nahverkehrskonzept, das vor einiger Zeit umgesetzt wurde. Der nächste Schritt sei, endlich die alte SPD-Forderung nach einem günstigeren Ticketpreis umzusetzen. „Ganz gleich ob Ein-Euro-Ticket im Allgemeinen oder nur an Markttagen, oder gar ein kostenloser ÖPNV. Wir können uns vorstellen, diesen zeitlich zu befristen, um es einfach mal auszuprobieren“, so Özkeles. Die Stadt Biberach könne sich das finanziell leisten. „Was Ravensburg kann, können wir doch schon lange.“

Sogar im Bund werde aktuell diskutiert, ob man zukünftig den ÖPNV kostenlos anbieten solle. „In Zeiten von hohen Umweltbelastungen sollten wir endlich umdenken, um eine Besserung zu gewährleisten. Gerade im Kleinen kann etwas bewegt werden“, so Simon Özkeles in der SPD-Mitteilung.

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