So soll das neue Hotel am Ring aussehen

Lesedauer: 3 Min
So präsentiert sich das Hotel (vorne der Neubau, hinten das bestehende EVS-Gebäude) vom Bismarckring her.
So präsentiert sich das Hotel (vorne der Neubau, hinten das bestehende EVS-Gebäude) vom Bismarckring her. (Foto: Grafik: Aldinger-Architekten)
Redaktionsleiter

In der Sitzung des Gestaltungsbeirats der Stadt waren am Freitag erstmals Ansichten des geplanten „Best Western“-Hotels zu sehen, das am Standort des alten EVS-Gebäudes entsteht. Der alte Gebäudeteil behält seine Struktur, der Neubau entlang der Bahnhofstraße orientiert sich in seiner Fassadenstruktur an der benachbarten Volksbank. Kleine Korrekturen wurde dem Investor jedoch empfohlen.

Wie berichtet, plant die Fides-Gruppe bis Frühjahr 2019 den Bau eines Vier-Sterne-Hotels mit 100 Zimmern sowie 30 Wohnungen. Zwei Drittel des alten EVS-Gebäudes werden erhalten, nur der Gebäudeflügel entlang der Bahnhofstraße wird neu gebaut. Die Verbindung beider Gebäudeteile erfolgt über einen mehrgeschossigen Glassteg. Der Innenhof erhält einen begrünten Deckel, darunter befinden sich Parkplätze, auf die von der Bahnhofstraße aus zugefahren werden kann.

In der Sitzung des Gestaltungsbeirats, in der das Projekt zum wiederholten Mal vorgestellt wurde, gab es von den vier externen Architekten und Stadtplanern eine grundsätzliche Zustimmung zu den Plänen. Als positiv wurde bewertet, dass im Neubau an der Ecke Bahnhofstraße/Bismarckring nun doch nicht die Postbankfiliale untergebracht wird, wie zunächst geplant. Dies erlaube es, den Neubau etwas zurückzusetzen, was vom Bismarckring her eine etwas großzügigere Eingangssituation zum Hotel ermögliche, so das Expertenurteil.

Beirat kritisiert Größe des Stegs

Kritisiert wurde die Größe des Glasstegs, der – entlang des Bismarckrings – Alt- und Neubau ab dem ersten Obergeschoss über drei Stockwerke hinweg verbinden soll, einschließlich des Dachgeschosses. Hier empfahl der Gestaltungsbeirat, den Steg auf das erste und zweite Geschoss zu beschränken und im Dachbereich auf den Übergang zu verzichten. Auch die Fassade des Neubaus zum Bismarckring hin wirke noch etwas lieblos und sollte noch etwas wertiger gestaltet werden, so die Meinung der Gestaltungsbeiräte.

Derzeit leben noch genau 100 Flüchtlinge im alten EVS-Gebäude, das vom Landratsamt als Gemeinschaftsunterkunft genutzt wird. „Diese werden bis Ende Oktober aber sukzessive ausziehen und zur Anschlussunterbringung auf andere Kreisgemeinden verteilt“, sagte Bernd Schwarzendorfer, Sprecher des Landratsamts. Ab November sollen dann die Arbeiten zum Um- und Neubau des Gebäudekomplexes beginnen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen