So sind Begegnungen wieder möglich

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 Lucia Deubler (hinten links), Stefanie Forstenhäusler (hinten rechts) und die Besucher des Betreuungstages sind sich einig: „Da
Lucia Deubler (hinten links), Stefanie Forstenhäusler (hinten rechts) und die Besucher des Betreuungstages sind sich einig: „Daumen hoch“ für dieses Angebot der Diakoniesozialstation Biberach der Zieglerschen Altenhilfe. (Foto: Annette Scherer)
Schwäbische Zeitung

Den Alltag unterbrechen und Begegnungen von Senioren ermöglichen – das ist das Konzept der Betreuungstage, die die Diakoniesozialstation Biberach der Zieglerschen Altenhilfe an zwei Tagen pro Woche anbietet. Dank eines neu entwickelten Hygienekonzepts konnte das Angebot im Juli wieder geöffnet werden.

Immer donnerstags und freitags von 10 bis 16 Uhr sind Senioren eingeladen, begleitet von geschulten Betreuungskräften abwechslungsreiche und schöne Tage im evangelischen Gemeindehaus in der Sandgrabenstraße in Biberach zu verbringen „Wir müssen jetzt sehr viel mehr planen, organisieren und dokumentieren, um unsere Seniorinnen und Senioren zu schützen und manches ist wegen Corona aktuell auch nicht möglich- wie etwa das gemeinsame Singen und Basteln“, erzählt Lucia Deubler, die dieses Angebot der Zieglerschen Altenhilfe gemeinsam mit Stefanie Forstenhäusler organisiert.

Dennoch seien die gemeinsamen Stunden für die Gäste oft die einzige Möglichkeit, Menschen in ähnlicher Situation zu begegnen und daher eine wertvolle Bereicherung für den Alltag. Und auch wenn seit Corona vieles anders ist als zuvor, haben sowohl das Team als auch die Senioren ihren Humor nicht verloren. Das beweisen einige von ihnen gleich beim Fotoshooting mit einem klaren „Daumen hoch!“. Lucia Deubler lacht: „Wir sind alle noch gut drauf und gut dabei!“

„Ich fühle mich wohl. Ich finde es schön, von daheim abgeholt zu werden und andere Senioren zu treffen“, erzählt eine Dame, die heute zum ersten Mal mit dabei ist und sich schon ein bequemes Plätzchen im Garten gesucht hat.

Pflegende Angehörige wissen dieses Angebot ebenfalls zu schätzen, weil es ihnen eine Verschnaufpause im Pflegealltag ermöglicht.

Weil das Wetter traumhaft ist, stehen nach einem gemeinsamen Frühstück und Zeitungslektüre heute ein ausgiebiger Spaziergang und Fingergymnastik auf dem Programm. Später soll sich – in Geschichten und Gedichten und passend zur Jahreszeit- heute alles um das Thema Apfel drehen.

Im großzügigen Gartenbereich und auch im sonnigen, liebevoll dekorierten Aufenthaltsraum haben die Betreuungskräfte Relaxliegen aufgestellt, die zur Entspannung einladen. „Alles frisch desinfiziert“, erklärt Lucia Deubler zu den neuen coronabedingten Anforderungen. „Gesellschaft tut allen gut, gerade auch den Senioren, die oft in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und viel Zeit daheim verbringen“, erzählt sie. Und ergänzt: „Viele von ihnen genießen auch das gemeinsame Mittagessen und essen deutlich mehr als alleine zu Hause.“

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