So können sich Paten für Kinder engagieren

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Kinder brauchen manchmal Unterstützung. Wer Pate werden möchte, findet dazu zahlreiche Möglichkeiten wie eine Informationsausste
Kinder brauchen manchmal Unterstützung. Wer Pate werden möchte, findet dazu zahlreiche Möglichkeiten wie eine Informationsausstellung im Biberacher Rathaus zeigt. (Foto: Helene Souza)
Schwäbische Zeitung

Im Rathausfoyer können sich Interessierte in der Zeit vom 17. Januar bis 7. Februar 2020 über die verschiedenen ehrenamtlichen Patenschaftsmodelle für Kinder und Familien informieren. Folgende Träger informieren in der Ausstellung über ihr Angebot:

Das Regionale Bildungsbüro des Landkreises: Im Tandem-Pate-Schüler Programm unterstützen Paten in Absprache mit Schule und Elternhaus ein Kind ab der dritten Klasse in seiner Entwicklung. Kind und Paten treffen sich regelmäßig zwei Stunden pro Woche. Die Paten helfen zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder bei gemeinsamen Freizeitunternehmungen. Eine Koordinierungsstelle beim Bildungsbüro übernimmt die pädagogische Leitung, kooperiert mit Netzwerkpartnern und den Schulen und betreut die Paten. Ansprechpartnerin ist Katharina Jehle, E-Mail: katharina.jehle@biberach.de, Telefon 07351/527119.

Kinderschutzbund Laupheim: Besonders geschulte Mitarbeiter bieten Familien Unterstützung in schwierigen Situationen an. Streng vertraulich wird mit Rat und Tat bei dem Herstellen von sozialen Kontakten, Problemen durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Verschuldung, Pflege von Angehörigen und weiteren Belastungen geholfen. Familienpaten nehmen sich Zeit, hören zu, versuchen Mut zu machen und leisten praktische Hilfe. Ansprechpartnerin ist Stefanie Huppert, E-Mail: familienpaten@dksb-laupheim.de Telefon 0152/26684356.

Ökumenische Flüchtlingsarbeit: Asylbewerber und Flüchtlinge aller Nationen benötigen Begleitung in ihrer schwierigen Situation. Seit Frühjahr 2014 gibt es deshalb das Patenprogramm. Aktuell sind mehr als 60 Ehrenamtliche aktiv dabei. Sie pflegen rund 40 Patenschaften, sagt Ulrike Groß, zuständig für das Programm bei der ökumenischen Flüchtlingsarbeit. „Aber natürlich wünschen sich noch viel mehr Flüchtlinge Paten.“

Pate zu sein, bedeutet, einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie während der Zeit seines Aufenthalts in der Gemeinschaftsunterkunft und möglicherweise auch danach zu begleiten und ihm den Weg in die Gesellschaft zu erleichtern.

Ein Pate hilft zum Beispiel bei der Wohnungssuche. Er begleitet die Familie bei Gesprächen mit Behörden und unterstützt die Kinder in der Schule. Er kann Verbindungen zu Vereinen herstellen, oder einfach einmal mit dem „Patenkind“ ein Eis essen gehen. Er arbeitet dabei eng mit den Sozialarbeitern des Sozialdienstes Asyl und den Integrationsmanagern zusammen und hilft durch seine wichtige Arbeit sprachliche und kulturelle Barrieren abzubauen. Ansprechpartnerin ist Margit Bauer, E-Mail: mmt.bauer@gmx.de

Caritas: Viele Eltern und Alleinerziehende fühlen sich im Alltagsleben belastet. Die Organisation und Bewältigung des Alltags nimmt viel Zeit und Kraft in Anspruch. Oftmals bleibt zu wenig Zeit für Kinder und deren Bedürfnisse. Das Angebot der ehrenamtlichen Kinderpaten kann dazu beitragen, Eltern zu entlasten und Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und fördern.

Die Paten können ein Kind zum Beispiel im Bereich der Freizeitgestaltung begleiten durch gemeinsames Spielen, Basteln, Vorlesen, Backen oder durch einen Museumsbesuch. Die Paten erhalten während ihres Engagements fachliche Beratung und Unterstützung durch die Koordinatorin der Caritas. Ansprechpartnerin ist Andrea Hehnle, E-Mail:. hehnle@caritas-biberach-saulgau.de, Telefon 07351/8095-194.

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