Skulpturenprojekt startet auch in Biberach

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Leiter Lokalredaktion Ehingen

Ausstellungsorte im Kreis Biberach

Im Landkreis Biberach verteilen sich 20 Skulpturen von Robert Schad auf folgende zehn Städte und Gemeinden:

Biberach (drei Skulpturen): Viehmarktplatz, Stadtgarten (Klösterle), Alpenstraße; Rot an der Rot/Ellwangen: Tristholzer Berg; Ochsenhausen (drei Skulpturen): Kloster; Bad Schussenried (sechs Skulpturen): Klostergarten (fünf), Umgehungsstraße; Heiligkreuztal: Münster, Tagungshaus Dokumentationsausstellung; Oggelshausen: Wald beim Skulpturenfeld; Ertingen: Kultur- und Sporthalle; Offingen/Bussen (zwei Skulpturen): Festwiese, Bergfried; Riedlingen: Donauinsel; Laupheim: Kreissparkasse (Mittelstraße).

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet auf www.schad-oberschwaben-skulptur.de

Seit einer Woche steht in Biberach auf dem Viehmarktplatz eine Skulptur des Künstlers Robert Schad. „Ganart“ misst 6,33 Meter in der Höhe und 2,81 beziehungsweise 2,39 Meter in den Breiten. Sie besteht wie alle Skulpturen Schads aus Cortenstahl. Die Kunstwerke sind Teil des Skulpturenprojekts „Von Ort zu Ort“, das vom 25. Mai bis 30. Oktober an 40 Orten 60 Skulpturen präsentiert – öffentlich und frei zugänglich.

Die 60 Ausstellungsorte sind über fünf Landkreise verteilt, von Ulm bis Meersburg, von Lindau bis Sigmaringen. Organisiert wird das Ganze von dem eigens dafür gegründeten Verein „Freundeskreis Skulpturenprojekt Robert Schad 2019“.

Schad lebt in Frankreich und Portugal. Von dort wurden die Skulpturen angeliefert. Der Künstler hat sich mehrfach an den Aufstellorten seiner Skulpturen umgesehen, um den perfekten Ort zu finden. Der gebürtige Ravensburger ist mit seinen eigenständigen und unverwechselbaren Werken ein international renommierter Künstler.

Massiver Vierkantstahl. Aus diesem Material formt Schad seine Skulpturen, das verbindet sie. Und seine Werke sollen wiederum nach dem Willen ihres Schöpfers Orte in der Region verbinden: „Meine Skulpturen aus rostrotem massivem Vierkantstahl ziehen sich wie ein roter Faden durchs Land und bringen die unterschiedlichsten Orte in Oberschwaben in Verbindung.“ Bei aller Unterschiedlichkeit haben die Orte eins gemeinsam: Es sind Plätze, die es nach Meinung von Schad wert sind, bemerkt zu werden. „Ich weise auf Orte hin, die in Oberschwaben sind, und ich möchte, dass die Leute dorthin gehen. Wichtig ist, dass mit den Skulpturen der Weg zu den einzelnen Orten gefunden wird und die Orte reflektiert werden in der Skulptur“, sagte Schad kürzlich in Weingarten.

Einige Orte, auf die Schad hinweisen möchte, sind in der Natur: Neben dem Häcklerweiher ist es die Zundelbacher Linde bei Schlier. Für den gebürtigen Ravensburger ist die Linde ein „magischer Ort“, die ihn an seine Zeit bei der Bundeswehr erinnert. Dort wird die Skulptur „Kapnak“ stehen. Sie ist eine von elf, die der Bildhauer eigens für das Projekt angefertigt hat. Die übrigen Werke sind entweder schon fest vor Ort installiert oder wurden schon früher angefertigt und bereits an anderen Orten ausgestellt. Neben Orten in der Natur sind es historische Bauten, die der Bildhauer als Plätze für seine Skulpturen ausgewählt hat.

Finanziert wird das Skulpturenprojekt von den fünf Landkreisen Alb-Donau, Biberach, Sigmaringen, Ravensburg und Bodensee sowie von mehreren Stiftungen. „Schirmherr der ganzen Aktion ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann“, sagt Robert Schad stolz, der am Samstag, 25. Mai, auf dem Bussen die Eröffnung der Ausstellung zelebrieren möchte. „Das muss natürlich auf dem heiligen Berg Oberschwabens passieren“, betont der Künstler.

Dass in manchen Gemeinden Diskussionen um die Kosten für seine Kunst entbrannten und sich manch Gemeinderat gegen eine Kostenbeteiligung entschied, wundert Schad nicht: „Es gibt immer Leute, die schimpfen und sagen ‚So ein rausgeschmissenes Geld‘.“ Doch er ist überzeugt: „Wenn nicht die Architektur und die Skulptur heutzutage Zeichen setzen, wird unsere Zeit ohne Zeichen sein. Es ist wichtig, dass jede Zeit ihre Zeichen setzt und sich definiert gegenüber anderen Perioden.“

Ausstellungsorte im Kreis Biberach

Im Landkreis Biberach verteilen sich 20 Skulpturen von Robert Schad auf folgende zehn Städte und Gemeinden:

Biberach (drei Skulpturen): Viehmarktplatz, Stadtgarten (Klösterle), Alpenstraße; Rot an der Rot/Ellwangen: Tristholzer Berg; Ochsenhausen (drei Skulpturen): Kloster; Bad Schussenried (sechs Skulpturen): Klostergarten (fünf), Umgehungsstraße; Heiligkreuztal: Münster, Tagungshaus Dokumentationsausstellung; Oggelshausen: Wald beim Skulpturenfeld; Ertingen: Kultur- und Sporthalle; Offingen/Bussen (zwei Skulpturen): Festwiese, Bergfried; Riedlingen: Donauinsel; Laupheim: Kreissparkasse (Mittelstraße).

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet auf www.schad-oberschwaben-skulptur.de

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