Seltene Alphornklänge ertönen in der St. Martinskirche

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 Posaunenklänge vom Posaunenquartett Tromposi mit Karl Bertsch (v.l.), Frank Martin, Matthias Stärk und Klaus Merk in der St. Ma
Posaunenklänge vom Posaunenquartett Tromposi mit Karl Bertsch (v.l.), Frank Martin, Matthias Stärk und Klaus Merk in der St. Martinskirche in Biberach. (Foto: Josef Aßfalg)
Josef Aßfalg

Posaunenklänge und Orgelmusik aus verschiedenen Musikepochen sind am Sonntagabend in der St.-Martins-Kirche in Biberach vom Posaunenquartett „Tromposi“ und vom Kirchenmusiker Gregor Simon an der Orgel zu hören gewesen.

Der Auftritt des Posaunenquartetts mit Matthias Stärk, Klaus Merk, Frank Martin und Karl Bertsch führte die Zuhörer vom Frühbarock bis in die Moderne. Die Musiker boten eine vielfältige Auswahl an Stücken von Marais, Bach, Beethoven und Appermont sowie Eigenkompositionen an.

Beweglichkeit an der Zugposaune

Mit dem Renaissance-Werk „Ballet du roy“ von Michael Praetorius begannen die Posaunisten das Konzert. Professionelle Virtuosität, Klangvielfalt und eine brillante Dynamik zeichneten die Bläser aus. Nach „Drei Equale“, choralartige Werke von Beethoven, zeigten die Posaunisten bei „Le basque“ (Marin Marais), wie beweglich er auf der Zugposaune musizieren kann.

Als ein besonderer Moment wurde der Auftritt des Alphornterzetts empfunden. Dabei wurden zwei Alphornweisen vom zeitgenössischen Komponisten Hans Neubacher interpretiert. Als weitere Kostbarkeit schloss sich die „Fanfare“ für Alphornterzett und Bassposaune an. Dass sie auch die moderne Tonsprache beherrschen, bewiesen die Musiker bei dem Stück „Scarborough Flair“ von Bill Reichenbach und „Golden Glow“ von Bert Appermont.

Reise durch die Musikgeschichte

Das Zusammenspiel der Instrumente ähnelte einem Gespräch unter vier Posaunen. Der Kirchenmusiker und Organist Gregor Simon führte mit Werken von Jean-Franois Dandrieu, Johann Sebastian Bach und der Eigenkomposition „Improvisation: In momento“ durch mehrere Epochen der Musikgeschichte. Der gewandte Organist und preisgekrönte Komponist beeindruckte mit seiner professionellen Handhabung des Instruments.

Rund 130 Zuhörer bedankten sich bei dem Posaunenquartett und dem Organisten mit einem großen Beifall.

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