Seit 40 Jahren liebgewordener Treffpunkt für Senioren

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Anne Ottenbacher-Hopf und Hans Beck hoffen auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür im Ochsenhauser Hof.
Anne Ottenbacher-Hopf und Hans Beck hoffen auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür im Ochsenhauser Hof. (Foto: Gerd Mägerle)
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Seit 40 Jahren gibt es die Begegnungsstätte für Senioren im Ochsenhauser Hof. Gefeiert wird am Sonntag, 4. November, mit einem Tag der offenen Tür von 11 bis 17.30 Uhr. In dieser Zeit kann sich jeder Interessierte über die verschiedenen Angebote informieren oder bei Essen und Trinken die musikalische Unterhaltung genießen.

Neben dem 40-jährigen Bestehen werden im Ochsenhauser Hof am Wochenende noch zwei weitere frohe Anlässe gefeiert. Zum einen hat das historische Gebäude in der Gymnasiumstraße einen frischen Außenanstrich erhalten, zum anderen wurde die Küche des Saals im ersten Obergeschoss komplett erneuert. Am Samstagnachmittag steht ein kleiner Festakt zum Jubiläum für geladene Gäste an, am Sonntag sind zum Tag der offenen Tür alle Besucher willkommen.

„Wir beginnen mit einem Weißwurstfrühstück“, sagt Anne Ottenbacher-Hopf, Vorsitzende des ehrenamtlichen Kuratoriums, das den Ochsenhauser Hof unter dem Dach der Hospitalstiftung selbstverwaltet betreibt. In den Werkräumen im zweiten Stock präsentieren sich den ganzen Tag über die einzelnen Gruppen, die es im Ochsenhauser Hof gibt – vom Holzwerken über Aquarellmalen bis hin zu Strick- und Häkelarbeiten. Für Unterhaltung ab 13 Uhr sorgen die hauseigenen Musikgruppen: die Gitarren- und Songgruppe sowie die Mundharmonikagruppe. Um 11.30 und um 14 Uhr finden Hausführungen statt.

Besonders gefragt seien in jüngster Vergangenheit die PC-, Tablet- und Smartphone-Schulungen, sagt Hans Beck, der für die Programmgestaltung zuständig ist. Diese Kurse bringen aus seiner Sicht über das Jahr gesehen die meisten Leute in den Ochsenhauser Hof. „Die digitale Kommunikation wird für immer mehr ältere Menschen interessant und wir sind hierfür gut ausgerüstet.“ Gefragt seien aber auch eher unterhaltsame Angebote wie Bildervorträge von Reisen, die meist freitagnachmittags angeboten werden. Aber auch der monatliche Singkreis sei gut frequentiert, sagt Anne Ottenbacher-Hopf. An die 50 Leute kommen jeweils, um ohne Vereinsbindung ihrer Sangesleidenschaft zu frönen.

Man muss aber nicht an einem der Angebote teilnehmen. Der Ochsenhauser Hof ist als Begegnungsstätte montags bis freitags von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. „Jeder kann vorbeikommen, um einen Kaffee zu trinken oder einfach um unter Leuten zu sein“, sagt Hans Beck. Gerade für Menschen, die sonst zu Hause vielleicht allein sind, sei das ein gutes Angebot, findet er. „Wir unterstützen das von unserer Seite mit ein bisschen Programm, damit sich nicht jeder selbst beschäftigen muss.“ Er wisse, dass mancher da eine gewisse Hemmschwelle überwinden müsse, „aber wir sind für alle offen“, so Beck.

Weitere Helfer gesucht

„Wir“ – das ist eine Gruppe von rund 40 ehrenamtlichen Helfern, die sich in verschiedenen Bereichen im Ochsenhauser Hof engagieren. Aktuell wünschen sich Anne Ottenbacher-Hopf und Hans Beck, dass sich noch weitere Ehrenamtliche finden, die Lust haben, nachmittags den Getränkeausschank zu übernehmen und „aufs Haus aufzupassen“, wie Beck sagt. Wer sich dafür interessiert, findet am Sonntag beim Tag der offen Tür sicher auch offene Ohren bei den Kuratoriumsmitgliedern.

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