Sechs Bezirksligisten wollen ins Halbfinale

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 Oliver Sund (r.) ist mit dem SV Baltringen am Sonntag im Viertelfinale des Bezirkspokals beim SV Eberhardzell zu Gast.
Oliver Sund (r.) ist mit dem SV Baltringen am Sonntag im Viertelfinale des Bezirkspokals beim SV Eberhardzell zu Gast. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Ehe sich der Vorhang im Fußballjahr 2019 endgültig senkt, stehen noch drei Pokal-Viertelfinalpartien an. Am Samstag, 30. November, hat die SGM Warthausen/Birkenhard in Warthausen um 14 Uhr den VfB Gutenzell zu Gast. Am Sonntag, 1. Dezember, ist der SV Dettingen Gastgeber des SV Reinstetten, der SV Eberhardzell empfängt den SV Baltringen (Anpfiff jeweils um 14 Uhr). Die SGM Muttensweiler/Hochdorf erreichte bereits am Vorsamstag das Halbfinale.

SGM Warthausen/Birkenhard VfB Gutenzell. Aus der guten Hinserie eine sehr gute machen – so ist die Vorgabe bei der SGM für das letzte Spiel des Jahres. Dies bedeutet dann im Klartext nichts anderes als den Halbfinaleinzug. Die Gastgeber konnten in ihren jüngsten vier Ligapartien drei Mal gegen Spitzenteams punkten und erspielten sich dabei eine Unmenge an Torchancen. Dies ist ein guter Grundstein gegen den VfB, den man in der Ligapartie vor acht Wochen knapp mit 1:0 besiegte. Das Projekt Pokal muss VfB-Coach Reiner Wespel ohne zwei im vergangenen Spiel des Feldes verwiesene Akteure angehen. Welche Elf er dann schließlich aus dem Hut zaubert, die das alte VfB-Pokalgen nach zweijähriger Unterbrechung wieder auf den Platz bringen soll, bleibt abzuwarten. Auf dem Weg ins Viertelfinale hatte der elfmalige Pokalsieger Schwerstarbeit zu verrichten. Gegen Berkheim und Baustetten gab es jeweils Siege nach Elfmeterschießen, beim B-II-Tabellenführer SG Schemmerhofen/Ingerkingen II einen 2:0-Sieg.

SV Dettingen SV Reinstetten. Ein Spielabbruch im Derby verhinderte am vergangenen Spieltag der Bezirksliga die durchaus mögliche Wintermeisterschaft des SVD. Im Pokal will sich die Wild-Elf von nichts und niemand aufhalten lassen, auch wenn im Hinterkopf noch eine empfindliche 1:5-Liga-Niederlage vom vierten Spieltag dieser Saison gegen den SVR existiert. Seinerzeit war man noch in der Findungsphase, die aber inzwischen der Vergangenheit angehört. Die Pokal-Ambitionen der Illertäler sind klar, man will ins Halbfinale. Die Gäste bringen rechtzeitig zum Pokalfight wieder bessere Form mit, aus den vergangenen drei Partien gab es noch zwei Siege. Offen ist aber, ob diese Verfassung letztlich ausreicht, um der favorisierten Heimelf entscheidende Hürden in den Weg zu stellen. Um seine wenig aufsehenerregende Pokalbilanz der vergangenen Jahre entscheidend aufzubessern, braucht der SVR dann auch wohl einen seiner besten Tage. Die Gäste werden nichts unversucht lassen, um einen guten Jahresabschluss zu haben.

SV Eberhardzell SV Baltringen. Die Zusatzschicht Pokal kommt in beiden Lagern durchaus gelegen. In der Liga sind die nicht ganz zufriedenstellenden Platzierungen bis Mitte März unkorrigierbar, ein Halbfinaleinzug wäre dann aber doch ein Stück Eigenwerbung. Die betrieb der SV Eberhardzell im Pokal zuletzt vor zwei Jahren, im Halbfinale scheiterte man dann aber seinerzeit. Der SVE schaltete auf seinem bisherigen Pokalweg zwei A-Ligisten und den Bezirksligazweiten Schwendi aus. Auch die Baltringer Gäste standen vor zwei Jahren in der Runde der letzten Vier, pikanterweise war damals gegen den SV Schemmerhofen um den jetzigen SVB-Trainer David Freudenmann Endstation. Der kann dann im Umlachtal auf einige zuletzt gesperrte Akteure wieder zurückgreifen, im Ligaververgleich gab es einen 2:0-Sieg für sein Team. Es deutet viel darauf hin, dass es im Duell der Liga-Tabellennachbarn eine offene Partie gibt. Wer mit den zu erwartenden schwierigen Platzverhältnissen besser zurechtkommt, könnte in diesem Viertelfinale am Ende die Nase vorn haben.

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