Schwere Aufgaben für die Kellerkinder

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Der TSV Wain (links Simon Brugger) und der BSC Berkheim (rechts Heiko Notz) haben am Wochenende schwere Aufgaben zu lösen.
Der TSV Wain (links Simon Brugger) und der BSC Berkheim (rechts Heiko Notz) haben am Wochenende schwere Aufgaben zu lösen. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Tabellenführer FV Biberach steht am 20. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß gegen den BSC Berkheim wohl vor dem 17. Saisonsieg. Der Zweite Sulmetingen hat in Wain eine undankbare, aber lösbare Aufgabe vor sich. Die Nächstplatzierten, Ringschnait und Dettingen, haben gegen Laupheim II und Alberweiler machbare Heimaufgaben. Reinstetten visiert am Sonntag, 8. April, um 16 Uhr gegen Kirchberg den nächsten Sieg an. Anpfiff ist bei allen anderen Partien am Sonntag um 15 Uhr.

Trainer Dietmar Hatzing vom FV Biberach sah über die Osterfeiertage viel Gutes von seinem Team, speziell von seinem Kapitän: Andreas Wonschick steuerte die Hälfte der acht Treffer bei. Gegen den BSC Berkheim ist der Tabellenführer klarer Favorit und steht bei aller Wertschätzung für den BSC wohl vor dem nächsten Sieg. Bei den Gästen ist man trotz aller Probleme aber noch weit davon entfernt, die Punkte ohne Widerstand abzugeben. In Biberach benötigt der BSC einen außergewöhnlich guten Tag, um die fußballerische Überlegenheit des FVB einigermaßen zu kompensieren.

Die Chance auf den Klassenerhalt möchte man beim TSV Wain nicht in Prozent betiteln. Fakt ist aber, dass der TSV auch gegen deutlich besser positionierte Teams, wie zuletzt in Baltringen, gewinnen kann. In der Partie gegen den SV Sulmetingen muss das Schlusslicht aber nochmals eine Schippe drauflegen, um erneut zu punkten. Bei den Schwarz-Gelben hörte man angesichts des ersten Siegs im neuen Jahr einige schwere Steine fallen. Die Aufgabe in Wain ist trotz des großen tabellarischen Unterschieds beileibe kein Selbstläufer, der SVS sollte auf der Hut sein.

Reichlich Argumente

Der SV Dettingen liefert bisher reichlich Argumente dafür, dass zumindest der Kampf um Platz zwei noch sehr spannend werden könnte. Die beiden Auswärtspartien in Schwendi und Berkheim meisterte der Vierte souverän, im ersten Heimspiel nach der Winterpause gegen den SV Alberweiler soll der Nachschlag folgen. Die Ausbeute der Gäste aus den ebenso zwei gespielten Partien steht der SVD in nichts nach, sechs Punkte gab es für die Bailer-Truppe. Die weite Anfahrt nach Dettingen zahlte sich in der Vorsaison aus, da gab es einen überraschenden 3:0-Erfolg.

Erspielt, erarbeitet, verdient – so lassen sich die zwei bisherigen guten Auftritte des SV Reinstetten kurz beschreiben. Im Heimspiel gegen den TSV Kirchberg soll der Weg weiter Richtung gesichertes Mittelfeld gehen. Die Frage ist, wie der SVR die zweiwöchige Spielpause genutzt hat. Die Gäste verpassten zuletzt den geplanten Befreiungsschlag, die ordnende Hand des verletzten Spielertrainers Philipp Lang wurde schmerzlich vermisst. Wenn er und der schnelle Roque Garcia Walcher wieder an Bord sind, steigen die Chancen des TSV auf ein zählbares Resultat.

Beim SV Steinhausen musste man trotz guter spielerischer Leistungen in den Nachholspielen zwei Mal als Verlierer vom Platz. Im Heimspiel gegen den VfB Gutenzell denkt man beim SVS jetzt ergebnisorientiert, der dritte Heimsieg soll her. Die Gäste hoffen im dritten von fünf aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen auf die Rückkehr einiger zuletzt verletzter Stammkräfte. Die zwei eher erkämpften Remis brachten den VfB zwar nicht entscheidend weiter, stärken aber das Selbstbewusstsein für den wohl langen Abstiegskampf.

Ratloses Achselzucken

Der TSV Rot/Rot bescherte Neu-Trainer András Volar mit dem Auftaktsieg einen gelungenen Einstand. Das Polster auf die Abstiegsränge ist größer geworden, mit einem Heimsieg gegen den SV Baltringen wären die Abstiegssorgen deutlich kleiner. Beim Gast gab es nach zwei sieglosen Partien gegen schlechter platzierte Teams nur ratloses Achselzucken. Die Abschlussschwäche ist nicht abgestellt und wenn die ansonsten starke Abwehrreihe auch nicht funktioniert, läuft es beim Fünften ergebnistechnisch aus dem Ruder.

Beim SV Ringschnait musste man am vergangenen Wochenende tatenlos zusehen, wie die direkte Konkurrenz siegte. Bei der bisher einzigen gespielten Partie gegen Biberach bot der SVR guten Fußball. Wenn der Dritte diese Form konservieren kann, sollte ein Sieg gegen den Siebten, den FV Olympia Laupheim II, machbar sein. Für die Gäste gab es in den drei gespielten Partien nichts zu erben. Trainer Blankenhorn vertraut auch für den Rest der Saison seiner jungen Mannschaft, die spieltechnisch viel zu bieten, aber im gegnerischen Strafraum bisher Blockaden hat.

Für den SV Eberhardzell war der Tabellenführer am Ostersonntag nicht der geeignete Gegner, um das Punktekonto aufzupolieren. Gegen den Tabellennachbarn SF Schwendi rechnet man sich beim 13. deutlich mehr Möglichkeiten aus. Im Falle eines Siegs könnte die Reichart-Truppe etwas durchatmen. Das kann der Gast bedingt seit den Nachholspielen, in denen es vier Punkte gab. In Zell streben die immer noch nicht in Bestform spielenden SF ein Zwischenziel auf dem Weg zu besseren Zeiten an: Erstmals in dieser Saison über drei Spiele hinweg ungeschlagen zu bleiben.

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