Schwere Aufgabe für neuen Spitzenreiter

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 Der neue Spitzenreiter Alexander Polch spielt in der sechsten Runde der Biberacher Stadtmeisterschaft gegen den Verfolger Raine
Der neue Spitzenreiter Alexander Polch spielt in der sechsten Runde der Biberacher Stadtmeisterschaft gegen den Verfolger Rainer Birkenmaier. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Die Partien am Freitagabend lauten im Einzelnen: Birkenmaier – Polch, Dietrich – Engert, Schädler – Schneider, Ege – König, Waltner – Dollinger, Rybka – Mock, Zyadah – Schätzle, Pfeifer – Gnandt, Wohlgemuth - Kiefel. Die Begegnungen Heiler – Namyslo und Kreß – Hobson werden nachgespielt.

Alexander Polch geht als neuer alleiniger Spitzenreiter in die sechste Runde der Biberacher Schach-Stadtmeisterschaft. Spielbeginn ist am Freitagabend um 19 Uhr im TG-Heim-Restaurant in der Adenauerallee. In der fünften Runde hatten sich Holger Namyslo und Rainer Birkenmaier im Topspiel unentschieden getrennt, was Polch nutzte, um sich mit einem Sieg allein die Tabellenführung zu sichern.

Das Spitzenspiel der beiden Oberligaspieler Holger Namyslo und Rainer Birkenmaier verlief in Runde fünf lange ausgeglichen. Als Titelverteidiger Namyslo zum Ende hin doch noch die Initiative ergreifen konnte, bewies Birkenmaier einmal mehr seine Verteidigungskünste und hielt die Partie remis. Alexander Polch sah sich unterdessen heftigen Angriffen von Stephan Schneider (Riedlingen) ausgesetzt, der sehr früh schon einen Turm geopfert hatte. Polch wehrte jedoch alle Attacken souverän ab und feierte so einen schlussendlich sicheren Sieg. Im Verfolgerduell nutzte ein starker Karl Heiler (Bad Waldsee) ein paar ungenaue Züge von Walter Scherer, um diesen auszumanöverieren und den Sieg davonzutragen. Zahlreiche Partien endeten derweil mit einem Remis, darunter auch die Begegnung zwischen Jonathan Engert und Herbert Körner im Kampf um die Führung in der Amateurwertung. Da die eigentlichen Favoriten in dieser Sonderwertung, Andreas Ege und Markus Mock, selbst jeweils Remis spielten, konnten sie jedoch keinen Boden gutmachen.

In der Gesamtwertung führt jetzt Polch mit 4,5 von 5 Punkten allein vor Namyslo (4/5). Dahinter folgen Birkenmaier und Heiler (je 3,5/5) vor einer sechsköpfigen Gruppe, die von Scherer und Körner (je 3/6) angeführt wird. In der Amateurwertung, bei den besten Spielern der unteren Hälfte der Setzliste, liegen mit Körner, Schneider und Engert gleich drei Spieler bei drei Punkten gemeinsam in Front. Das Führungstrio wird von Ege und Mock sowie Herbert Waltner (Steinhausen) verfolgt, die alle 2,5 Punkte auf ihren Konten haben.

Kreß gewinnt Generationenduell

Spannend verlief in Runde fünf auch das Generationenduell. Walter Kreß, mit 85 Jahren klar der Senior im Feld, traf auf Dennis Kiefel, der mit zehn Jahren der Jüngste im Feld ist. Dieses Mal setzte sich noch die Routine durch. Kreß gewann mit einer Fesselung einen Turm und damit sicher die Partie. Auch das zweite mit Spannung erwartete Duell des Nachwuchses endete schnell und mit einem Erfolg der Erfahrung: Ein starker Benedikt Pfeifer zeigte Nachwuchstalent Erik Hobson nochmals die Grenzen auf und gewann zügig. Damit arbeitete sich Pfeifer (1,5/5) außerdem näher an den noch immer im Ratingpreis führenden Juri Teilhof (2/5) heran. Da Teilhof das Turnier abbrechen musste, dürfte sich Pfeifer in dieser Wertung bald an die Spitze setzen.

Die sechste Runde des Turniers bringt gleich das nächste Spitzenspiel. Polch muss seine Führung gegen Birkenmaier verteidigen und hoffen, dass Heiler gegen Namyslo einen weiteren starken Auftritt auspackt. Da sich Körner und Scherer in einer vorgezogenen Partie Remis trennten, haben Engert und Schneider die Chance, sich in der Amateurwertung abzusetzen. Allerdings sehen sie sich mit Hans-Peter Dietrich (Odenheim/Laupheim) beziehungsweise Norbert Schädler (Steinhausen) gleichfalls spielstarken Gegnern gegenüber. Benedikt Pfeifer hat die Möglichkeit, gegen Michael Gnandt (Steinhausen) die Führung im Ratingpreis zu übernehmen, während für Urgestein Kreß die Jugendfestspiele weitergehen. Mit dem zwölfjährigen Hobson wird sein Gegner nur unwesentlich älter sein als Kiefel in Runde fünf.

Die Partien am Freitagabend lauten im Einzelnen: Birkenmaier – Polch, Dietrich – Engert, Schädler – Schneider, Ege – König, Waltner – Dollinger, Rybka – Mock, Zyadah – Schätzle, Pfeifer – Gnandt, Wohlgemuth - Kiefel. Die Begegnungen Heiler – Namyslo und Kreß – Hobson werden nachgespielt.

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