Schüler sind eifrig im Einsatz für ihr Umweltprojekt

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Die Schüler haben Müll eingesammelt.
Die Schüler haben Müll eingesammelt. (Foto: Mali-Gemeinschaftsschule)
Schwäbische Zeitung

Die Schüler der Sprachvorbereitungsklasse der Mali-Gemeinschaftsschule haben im Unterricht ein Umweltprojekt gestartet. „Plastik im Meer“ lautet das Thema. Beim Praxistag sammeln die Jugendlichen Müll ein und da kommt eine ganze Menge zusammen.

„Wir machen immer das Beste aus der Situation“, lautete das Motto für die Schüler der Vorbereitungsklasse. Nach der Rückkehr an die Schule galt es, aufgrund der Coronavorschriften die Gruppengrößen zu reduzieren, neben dem Präsenzunterricht mussten die Jugendlichen weiterhin einen großen Teil des Stoffs zu Hause lernen. Doch nicht alle haben ein funktionierendes Smartphone, Laptop, Tablet oder einen funktionierenden Internetzugang.

„Mir war klar, dass ich jede Möglichkeit nutzen muss, meine Kinder so oft wie möglich an die Schule zurückzuholen, sobald es wieder erlaubt ist“, sagt Klassenlehrerin Angelika Scherb. So sie setzte das um, was immer wieder von Experten empfohlen wurde: den Unterricht im Freien. Schon bald war die Idee für das Umweltprojekt mit Praxistag geboren. „Plastik im Meer“ heißt die Überschrift des Themas, zu dem es eine Geschichte gab. Ein Junge wirft eine Cola-Plastikflasche in Biberach in den Fluss, die ihren Weg ins Meer nimmt. Mit der Geschichte werden der Wortschatz und die Grammatik erweitert, dann folgt jeden Freitag ein ganz praktischer Tag: Die Klasse sammelt Müll rund um die Schule. „Kaum zu glauben, wie viele giftige Zigarettenkippen, Verpackungsschnipsel, Feuerzeuge, Glassplitter und Flaschen im Grünen liegen“, heißt es in der Mitteilung der Schule. „Sehr weit sind wir bisher nicht gekommen, weil es schon um den offenen Schulhof rum zu viel zum Sammeln gibt.“ Die Schüler, die am meisten Müll gesammelt haben, bekommen jede Woche Punkte und am Ende einen Preis.

„Wir wollen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird“, sagt eine Schülerin über das Projekt. „Wenn jeder ein wenig hilft, dann gibt es vielleicht weniger Müllinseln, die im Meer treiben.“ Der Wunsch der Schüler lautet folglich: Der Müll soll in den Mülleimer! Daran mögen sich alle halten.

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