Schach: Kantersieg und deutliche Niederlage für TG Biberach

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Die TG I setzte sich gegen den Angstgegner durch.
Die TG I setzte sich gegen den Angstgegner durch. (Foto: colourbox)
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Einen zwiegespaltenen Spieltag haben die Schachmannschaften der TG Biberach absolviert. In der Verbandsliga feierte die TG I einen 6,5:1,5-Kantersieg gegen den SV Ebersbach, immerhin der Angstgegner vergangener Jahre. Dafür setzte es in der Bezirksliga gegen den SV Steinhausen eine deutliche 2:6-Niederlage für die TG III.

Mit dem SV Ebersbach hat sich die TG Biberach I in den vergangenen 15 Jahren spannende Duelle in Verbands- und Oberliga sowie im Pokal geliefert. Während die TG I in dieser Saison beim Projekt Wiederaufstieg voll im Soll liegt, kommt Ebersbach nicht in Tritt. Beides wurde auch am Sonntag deutlich, als die TG kurz nach 12 Uhr ein knappe Niederlage befürchtete, ehe der Mannschaftskampf sich noch zum Selbstläufer entwickelte. Thomas Oberst musste sich erst lange strecken, um seine passive Stellung im Lot zu halten. Als er einen Springer aktivieren konnte, drehte sich das Blatt. Erst gewann Oberst die Dame, dann Brett drei. Unterdessen hatte Spitzenspieler Bernhard Sinz seinen Gegner klar im Griff gehabt. Einen kurzen Schockmoment gab es dann, als Sinz überraschend eine Figur verlor. Mit viel Übersicht und seinen Freibauern konnte er aber die Partie in der Waage halten und noch ein Remis sichern. Nach eigener Aussage etwas Glück hatte an Brett zwei Wolfgang Mack, der dort 2,5:0,5 gewann.

Bei André Fischer brannte im Mittelspiel gleichfalls das Brett und beidseitig hingen etliche Figuren. Fischer eroberte zwei Bauern und siegte am fünften Brett. Nach dem Tausch der Schwerfiguren einigte sich Holger Namyslo an Brett sieben mit seinem Gegner auf ein Remis und um 14 Uhr stand es 4:1 für die TG. Derweil hatte Oliver Weiß auf die Rochade verzichtet und noch einen Bauern geopfert, um mit aktiven Figuren den gegnerischen König zu bearbeiten. Dies lieferte einen hohen Ertrag und nach dem Verlust des vierten Bauers gab sein Gegner am vierten Brett auf.

Der Mannschaftssieg war sicher. In der spannendsten Partie musste sich Andreas Schulze einem Königsangriff erwehren und landete in einem Endspiel mit Minusbauern. Mit präzisem Spiel gelang es dem Biber, die Partie trotzdem auszugleichen, und nach vielen Stunden gab es ein Remis. So konnte Stanislav Sokratov den Schlusspunkt setzen. Er erreichte ein Remisendspiel und trug gar noch den Sieg davon, als sein Gegenüber die Geschwindigkeit zweier Freibauern unterschätzte. Mit 6,5:1,5 feierte die TG einen etwas zu hohen Kantersieg, der den Wiederaufstieg näherrücken lässt. Die Biber brauchen noch maximal zwei Siege aus drei Partien.

Bittere Bezirksliganiederlage

In der Bezirksklasse lief alles gegen die TG Biberach III. Im Heimspiel gegen den SV Steinhausen musste nicht nur auf vier Stammspieler verzichtet werden, der Ausfall von Andreas Wegener konnte gleich gar nicht kompensiert werden. So ging Brett zwei kampflos verloren. Spitzenspieler Walter Scherer fand zudem nicht in seine Partie und musste aufgeben. An Brett acht hatte Urgestein Walter Kreß bereits eine Mehrfigur erobert, ehe er sich in einer Abwicklung verrechnete und dabei die Dame verlor. Mit einem Bauernopfer hatte Jürgen Dollinger seinem Gegner schwer zugesetzt. Bei einem Springeropfer verkalkulierte sich der Biber allerdings. Statt des Siegs brachte es ihm den Damenverlust am fünften Brett und plötzlich stand es 0:4 aus Sicht der TG III. Früh einen Bauern verloren hatte Reinhard Zielke, der nach einem Qualitätsgewinn mit Turm gegen Leichtfigur wieder zurückkam. In unübersichtlicher Stellung einigte sich Zielke schließlich auf ein Sicherheitsremis an Brett sechs. Eine völlig verkorkste Stellung und einen Minusbauern hatte Hendrik Stolle am dritten Brett. Als er im Endspiel noch eine vorteilhafte Abwicklung übersah, war die Niederlage nicht mehr aufzuhalten und es stand 0,5:5,5.

Die verbleibenden Biber stecken nicht auf. Norbert Jäger gewann zwei Bauern, bildete einen starken Brückenkopf und ließ einen Freibauern zum Sieg an Brett sieben laufen. Andreas Ege gewann zwei Bauern und spielte im Damenendspiel auf Gewinn. Eine Unachtsamtkeit kostete ihn aber einen seiner Bauern und angesichts des Gesamtstands gab er das vierte Brett Remis. Der 2:6-Endstand fiel zu hoch aus. In einer Liga, in der von Platz drei bis acht alle gegen den Abstieg spielen, sollte die TG III nun aus den verbleibenden zwei Runden besser noch ein bis zwei Punkte holen.

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