Süßemilch fahrt auch nächstes Jahr für belgisches Profiteam

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 Laura Süßemilch erreichte Platz sieben im Einzelzeitfahren bei den Military World Games in Wuhan.
Laura Süßemilch erreichte Platz sieben im Einzelzeitfahren bei den Military World Games in Wuhan. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Mit Platz sieben im Einzelzeitfahren und Rang vier mit ihrem Team im Straßenrennen sind für die Radsportlerin Laura Süßemilch die Military World Games in Wuhan (China) zu Ende gegangen. Die 22-Jährige, die beim RSC Biberach groß geworden ist, fährt derweil auch im kommenden Jahr für ein belgisches Profiteam.

Die Military World Games in Wuhan (China) sind für Laura Süßemilch ein weiterer Höhepunkt in dieser Saison gewesen. Diese finden wie die Olympischen Spiele alle vier Jahre statt. „Eine Woche vor dem Wettkampf reisten über 300 Sportler der Bundeswehr aus verschiedenen Sportarten gemeinsam an. Erst fand in Warendorf die Einkleidung und Einschleusung statt und danach ging es von Köln aus nach Wuhan“, erzählte Süßemilch. Nach ihrer Verletzungspause, einem Schlüsselbeinbruch, hatte sie hart trainiert für den Start in China. Sie fuhr die letzte Rundfahrt mit ihrem Profiteam und bestritt internationale Rennen auf der Bahn. Das sollte ebenso als Vorbereitung dienen.

Das Zeitfahren bei den Military World Games wurde am ersten Tag auf einem 16 Kilometer langen und flachen Kurs ausgetragen, der technisch sehr anspruchsvoll war. „Viele Kurven, die man davor unbedingt gesehen haben musste“, erläuterte Süßemilch. Die 22-Jährige kam sehr gut mit der Strecke zurecht und konnte lange die Führung halten. Am Ende musste sie trotzdem die Eins abgeben und wurde Siebte. „Mit dieser Platzierung bin ich mehr als zufrieden“, war Süßemilch aber nicht enttäuscht.

Punktgleich mit Drittplatzierten

Einen Tag später stand das 80 Kilometer lange Straßenrennen auf der selben Runde wie das Zeitfahren an. Mit einem Team von drei Fahrerinnen ging es für Süßemilch an den Start. „Alle von uns sollten versuchen, in Ausreißergruppen mitzugehen“, so die Radsportlerin. Am Ende konnte sich jedoch keine Gruppe vom Fahrerfeld absetzten. „Dafür war die Runde wohl zu flach und zu viele Fahrerinnen wollten es auf den Sprint am Ende ankommen lassen“, sagte die in Weingarten geborene Radsportlerin. Mit ihrem Team belegte sie am Ende den vierten Platz, punktgleich mit den Drittplatzierten. „Wir haben uns eine lange Zeit darüber geärgert, so knapp die Bronzemedaille verpasst zu haben. Aber jetzt schaue ich weiter zu meinen nächsten Saisonhöhepunkten“, so Süßemilch. Im Moment befindet sie sich im Trainingslager auf Mallorca und bereitet sich auf die Weltcups in der neuen Saison vor. Nach Mallorca geht es für sie direkt ins nächste Trainingslager nach Frankfurt/Oder auf die Bahn und im Anschluss daran zu den beiden Weltcups nach Hongkong und Australien.

Unterdessen ist auch schon klar wie es für Laura Süßemilch nächstes Jahr sportlich weitergehen wird. Ab 2020 wird sie für das belgische Profiteam „Multum Accountants“ fahren. Vorher war sie bei dem Team „Health Mate-Cyclelive“ unter Vertrag. „Ich wechsle zwar das Team, bleibe aber in Belgien, worüber ich sehr froh bin“, so Süßemilch. „Die flachen und windigen Rennen dort liegen mir wirklich gut.“

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