Rund 4,7 Millionen Euro fließen in den Landkreis Biberach

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 Die Sanierung des ehemaligen Gasthauses Ochsen in Erlenmoos unterstützt das ELR mit 500000 Euro.
Die Sanierung des ehemaligen Gasthauses Ochsen in Erlenmoos unterstützt das ELR mit 500000 Euro. (Foto: Tobias Rehm)
Schwäbische Zeitung

Das im Jahr 1995 vom Land Baden-Württemberg ins Leben gerufene Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) schüttet in seinem Jubiläumsjahr 4,68 Millionen Euro an 30 Gemeinden und Städte im Landkreis Biberach aus. Das teilen das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, das Landratsamt und der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) in Pressemeldungen mit.

Mit der Fördersumme wird das Rekordergebnis des Vorjahres von 3,68 Millionen Euro nochmals um eine Million Euro getoppt. Damit erhält der Landkreis nach den Nachbarlandkreisen Sigmaringen und dem Alb-Donau-Kreis die dritthöchste Förderung im Regierungsbezirk Tübingen und liegt an vierter Stelle von 34 Landkreisen im Land Baden-Württemberg.

„Als Landratsamt unterstützen wir die Städte und Gemeinden bereits im Vorfeld der Antragstellung, begleiten sie in ihrer Arbeit. Die 4,68 Millionen Euro sind ein hervorragendes Ergebnis für den Landkreis Biberach“, so Landrat Heiko Schmid. „Mehr als 2,4 Millionen kommen dem Schwerpunkt Wohnen zugute. Eine weitere Million fließt in gewerbliche Projekte, sichert und schafft damit Arbeitsplätze und mit 1,2 Millionen Euro werden kommunale Maßnahmen bedacht.“

Im Landkreis Biberach werde mit 100 geförderten privaten, öffentlichen und gewerblichen Projekten ein Investitionsvolumen in Höhe von 46 014.795 Euro angestoßen, so das Ministerium. Höchstförderungen gehen an Gemeinschaftseinrichtungen: die Sanierung des ehemaligen Gasthauses Ochsen in Erlenmoos sowie Umbau und Sanierung der Mehrzweckhalle Ingerkingen werden mit jeweils 500 000 Euro unterstützt.

„25 Jahre ELR-Programm sind eine Erfolgsgeschichte für zunehmend gleichwertigere Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, so Dörflinger, der sich riesig, dass sein Wahlkreis das Jubiläum mit einer Rekordfördersumme feiern könne. „Ob die Schaffung von Wohnraum, die Innenentwicklung der Dörfer und Städte oder die Stärkung der Bäcker, Metzger, Dorfläden, Dorfwirtschaften und Handwerksbetriebe: Die Mittel kommen direkt den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute und machen unsere Region noch lebens- und liebenswerter“, so der Abgeordnete weiter. Das Programm habe sich stets durch die zeitgemäße Ausrichtung der Förderschwerpunkte an den gegebenen Bedürfnissen im ländlichen Raum ausgerichtet. Der Fokus liege in diesem Jahr wieder auf den Bereichen Innenentwicklung und Wohnen, wofür rund die Hälfte der Fördermittel vorgesehen sei.

Mit dem ELR stärkt das Land die Weiterentwicklung der Dörfer und Städte des ländlichen Raums in den vier Förderschwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen. Im Programmjahr 2020 werden landesweit mit der Rekordsumme von 90 Millionen Euro insgesamt 1538 Projekte in 487 Orten gefördert.

Folgende Gemeinden im Landkreis Biberach (jeweils Gesamtsumme inklusive den Teilorten) profitieren von einer Förderung: Altheim 129.585 Euro (fünf Projekte), Attenweiler 129.090 Euro (zwei Projekte), Bad Buchau 67.050 Euro (zwei Projekte), Bad Schussenried 7500 Euro (ein Projekt), Biberach 89.640 Euro (fünf Projekte), Burgrieden 79.000 Euro (zwei Projekte), Dettingen 113.040 (drei Projekte), Dürmentingen 40.000 Euro (ein Projekt), Dürnau 60.000 Euro (ein Projekt), Eberhardzell 286.505 Euro (fünf Projekte), Erlenmoos 825.800 Euro (vier Projekte), Erolzheim 53.600 (zwei Projekte), Ertingen 212.000 Euro (drei Projekte), Gutenzell-Hürbel 114.070 Euro (sechs Projekte), Hochdorf 25.000 Euro (ein Projekt), Ingoldingen 189.690 Euro (sieben Projekte), Kanzach 15.970 Euro (ein Projekt), Langenenslingen 209.690 Euro (zwei Projekte), Laupheim 33.040 Euro (zwei Projekte), Maselheim 60.000 Euro (drei Projekte), Moosburg 73.000 Euro (ein Projekt), Ochsenhausen 117.880 Euro (acht Projekte), Oggelshausen 25.350 Euro (zwei Projekte), Riedlingen 111.550 Euro (sechs Projekte), Rot an der Rot 105.000 Euro (ein Projekt), Schemmerhofen 583.700 Euro (vier Projekte), Schwendi 328.680 Euro (sieben Projekte), Unlingen 45.000 Euro (zwei Projekte), Uttenweiler 301.850 Euro (sieben Projekte) und Wain 249.260 Euro (vier Projekte).

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