Rund 2600 Besucher bei der Musiknacht

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 Gravitiy Effect spielten bei der Musiknacht.
Gravitiy Effect spielten bei der Musiknacht. (Foto: Aylin Duran)

Die Innenstadt hat bei der 25. Biberacher Musiknacht pulsiert. In den 28 Lokalen und Gaststätten traten 20 Bands und Musiker auf, die dafür sorgten, dass Musikliebhaber schleunigst auf ihre Kosten kamen. Rock, Jazz, Funk – sogar Heavy Metall-Songs waren bis spät in die Nacht zu hören und tanzende Menschen zu sehen. Die Veranstalter vom Verein Biberacher Musiknacht zeigten sich zufrieden. Sie zählten rund 2600 Besucher.

Für Musikliebhaber oder begeisterte Musiker stellte die Innenstadt die Form eines lauten, bunten Paradieses dar. Die Menschen reckten auf dem Marktplatz schon neugierig ihre Hälse, als die zwölf Mitglieder von „La Viva Bräss“ aus Überlingen ihre Instrumente stimmten und schließlich die Musiknacht eröffneten. In bunten Klamotten und mit lustigen Hüten, die sie beim Gewusel allerdings ständig verloren, veranstalteten die Mitglieder der Street-Jazz-Combo ein witziges Spektakel unter freiem Himmel. Mit Saxofonen, Trompeten, einer Posaune, Trommeln und Megafon sprangen sie übermütig herum, versprühten Lebensfreude und Energie, mischten sich unters Publikum und brachten die Schaulustigen mit ihrer schrägen Show zum Lachen. Neben einem französischen Begrüßungslied und viel instrumentaler Musik waren auf dem Marktplatz auch Lieder wie „Get Lucky“ von Daft Punk oder „Take On Me“ von a-ha zu hören. Der Auftritt machte gute Laune und Lust auf mehr.

Laut, gut und wild

In „Frau Bines Wohnzimmer“ waren die Mitglieder der Vintage-Rock-Band „Kinda Like“ samt E-Gitarre, Bass und Schlagzeug anzutreffen. Otto Hehl, Andy Köhler und Phil Posmyk haben sich in die Musik der 70er- und 80er-Jahre verliebt und coverten Songs von Bands wie „Black Sabbath“ und „Kiss“. Hehl, Köhler und Posmyk sind älter geworden, rocken können die drei allerdings wie eh und je – ohrenbetäubend laut, verdammt gut und wild wie Jugendliche.

Nach seinem Erfolg bei der Talentshow „The Voice of Germany“ stand Andy Hauser in der Bar „Biberach Tag&Nacht“ erstmals wieder mit seiner Band „New Century“ auf der Bühne. Die Musik lockte sowohl junge als auch ältere Menschen an. Die sechs jungen Bandmitglieder spielten neben bekannten Songs von Adele oder Coldplay auch Lieder aus den 90er-Jahren. Hier durfte ein Song der Grunge-Band „Nirvana“ nicht fehlen. Die Bandmitglieder langweilten ihre Zuschauer allerdings nicht mit dem tausendsten „Smells like Teen Spirit“ oder „Come As You Are“, sondern trauten sich, das weniger bekannte Lied „Rape me“ zu präsentieren.

In „Staib’s Brot Bar“ tobten sich „Gravity Effect“ aus. Michael Seifried, Dimitri Wagner, Silvio Frank, Ferdinand Ogger und Tobias Klemm covern keine bekannten Lieder – viel lieber bringen sie eigene Texte aufs Papier und komponieren neue Stücke. Dank seinem innbrünstigen Einsatz beim Singen von Heavy-Metall-Songs kann es durchaus sein, dass sich Michael Seifrieds Sängerstimme am Samstag verabschiedet und zu einem heiseren Krächzen geworden ist. Aber wer braucht in den frühen Morgenstunden schon eine klangvolle Stimme, wenn er sein Publikum am Abend mit Heavy-Metall begeistern konnte?

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