Ungewohnte Lichtverhältnisse herrschten beim Nacht-Trial in Fürstenhagen nicht nur für Florian Ruedi vom AMC Biberach.
Ungewohnte Lichtverhältnisse herrschten beim Nacht-Trial in Fürstenhagen nicht nur für Florian Ruedi vom AMC Biberach. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Die kommenden zwei Wochenenden wird Florian Ruedi in Südfrankreich und in Tschechien verbringen. Dort finden der dritte und vierte Lauf zur Europameisterschaft statt.

Florian Ruedi vom AMC Biberach hat beim fünften Lauf zur deutschen Meisterschaft sein erstes Nacht-Trial gemeistert. Dabei belegte er in Fürstenhagen in der höchsten Klasse eins Rang elf.

Auf der sogenannten „Schweineweide“ im niedersächsischen Fürstenhagen richtete der MSC Weser-Solling zum 20. Mal einen DM-Lauf für Deutschlands Top-Piloten aus. Der Wettbewerb lief über drei Runden mit jeweils sieben Sektionen. Durch den späten Start um 20.30 Uhr begann die Veranstaltung kurz vor Sonnenuntergang. Deshalb wurden die einzelnen Sektionen mit je vier Mal 1000-Watt-Strahlern vom dortigen Technischen Hilfswerk ausgeleuchtet. Die Einfahrt bei allen Sektionen erfolgte über ein mindestens 1,50 Meter hohes Hindernis. Weiter ging es über alle möglichen Formen von Sandsteinen. Nur sehr wenige Meter konnten auf zwei Rädern befahren werden, dann galt es schon wieder ein Hindernis zu bewältigen. Oft konnte die Spur nur durch Versetzten der Maschine oder mit Hüpfen auf dem Hinterrad von Stein zu Stein bezwungen werden. Dies kostete allen Fahrern sehr viel Kraft und Konzentration.

Fehlerfreier Beginn

Florian Ruedi (AMC Biberach) war das erste Mal bei einem Nacht-Trial dabei. Bei der Besichtigung erschienen ihm die Sektionen noch nicht einmal so schwierig. Doch als es dann losging und das Flutlicht manchen Schatten, auch den eigenen, in die Sektionen zeichnete, war die Konzentration voll gefragt. Ruedi war sehr nervös, auch weil sich rund 1500 Zuschauer zwischen den Sektionen verteilten. Aber als er dann im Korridor, der Einfahrt in die Sektion, stand, war sein Fokus nur noch auf das Wesentliche gerichtet wie sich zeigte: Die erste Sektion meisterte er fehlerfrei. Auch die zweite begann er sehr gut, konnte dann aber sein Motorrad beim Aufsetzen auf ein sehr kurzes Hindernis nicht rechtzeitig zum Stehen bringen und flog dadurch über die Begrenzung hinaus. Fahrer und Motorrad passierten dabei nichts, die ersten fünf Fehlerpunkte schlugen jedoch zu Buche. Die nächsten drei Sektionen meisterte er wieder komplett fehlerfrei, im Anschluss kamen noch drei Zähler hinzu. Somit beendete er die erste Runde mit acht Fehlerpunkten.

Auch die zweite Runde verlief fast nach Wunsch. Da alle Sektionen einen sehr engen Pfad zu durchfahren hatten, wurde ein sehr genaues Platzieren der Räder verlangt, was Ruedi auch meistens gelang. Nach der zweiten Runde lag er immer noch auf Rang acht. Da die ungewohnten Lichtverhältnisse sehr viel Kraft und Konzentration kosteten, war die letzte Runde auch die anspruchsvollste. Die Fahrer kamen fast alle an ihre körperlichen Grenzen. So hatte auch Florian Ruedi wieder mit der Muskulatur in den Unterarmen zu kämpfen. Am Ende erreichte er dennoch den elften Platz und bekam fünf Wertungspunkte für die Meisterschaft. In dieser belegt er nach dem fünften DM-Lauf nun aktuell Rang acht.

Die kommenden zwei Wochenenden wird Florian Ruedi in Südfrankreich und in Tschechien verbringen. Dort finden der dritte und vierte Lauf zur Europameisterschaft statt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen