Die Solisten Emanuel Pichler und Maria Rosendorfsky (vorne v. l.) und das Laupheimer Salonorchester musizierten bei der Veransta
Die Solisten Emanuel Pichler und Maria Rosendorfsky (vorne v. l.) und das Laupheimer Salonorchester musizierten bei der Veranstaltung, die von den beiden Biberacher Rotary-Clubs organisiert wurde, für den Aufbau einer Augenklinik in Ghana. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der Rotary-Club Biberach und der Rotary-Club Biberach Weisser Turm haben gemeinsam eine Konzertmatinee veranstaltet. Das Laupheimer Salonorchester aus aktiven und ehemaligen Lehrkräften der Laupheimer Musikschule Gregorianum spielte unter Leitung von Petr Hemmer in der ausverkauften Kleinen Bühne Schwendi.

Ermöglicht wurde die Konzertmatinee, die eine Neuheit in der Zusammenarbeit beider Clubs darstellte, durch die Übereinkunft der beiden Clubpräsidenten Dr. Otto Dollinger (Rotary-Club Biberach) und Richard Brenner (Rotary-Club Biberach Weisser Turm), mit ihren Clubs gemeinsam den Aufbau einer Augenklinik in Techiman (Ghana) durch die German Rotary Volunteer Doctors (GRVD) zu fördern. Dollinger, der als Augenarzt in Biberach praktiziert, ist maßgeblich am Aufbau dieser Augenklinik beteiligt (SZ berichtete).

Durch das Konzert moderierte Richard Brenner, der nicht nur als Clubpräsident, sondern auch als Leiter der Laupheimer Musikschule Gregorianum sowie als Kontrabassist auf der Bühne stand. Nach der Eröffnung mit dem berühmten „Banditengalopp“ von Johann Strauss (Sohn) folgte die Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart in einer Fassung für Salonorchester.

Die beiden Solisten des Konzerts, die Sopranistin Maria Rosendorfsky und der Bariton Emanuel Pichler, beide vom Ulmer Theater, setzten das Konzert mit dem berühmten Duett „Cinque dieci“, in dem Figaro sein zukünftiges Zimmer im Schloss des Grafen vermisst, fort. Emanuel Pichler zog das Publikum in der anschließenden „Cavatina“ des Figaros von Gioachino Rossini durch seine bestechende Bühnenpräsenz in den Bann, während Maria Rosendorfsky die Geschmeidigkeit und Modulationsfähigkeit ihrer Stimme in der berühmten „Rosenarie“ aus dem vierten Akt von „Figaros Hochzeit“ unter Beweis stellte.

Das Duett „Crudel! Perché finora“ aus der gleichnamigen Oper schloss den ersten Teil des Konzerts ab. Zuvor wurde noch der „Sphärenklänge-Walzer“ von Josef Strauss, dem Bruder des berühmten Johann Strauss (Sohn), gespielt.

Der zweite Teil des Konzerts befasste sich mit dem französischen Chanson der 1950/60er-Jahre. Eingeleitet wurde der Programmteil mit einem Musette-Walzer von Albert Vossen, der virtuos von Gerd Seemüller, dem Akkordeon-Solisten, vorgetragen wurde. Mit dem Chanson „La vie en rose“, dem ersten von Edith Piaf selbst geschriebenen Lied aus dem Jahr 1945, zeigte Maria Rosendorfsky, dass sie neben dem klassischen Operngesang auch das Genre des französischen Chansons beherrscht.

Im folgenden Titel „Tango Jalousie“, ein Stummfilm-Klassiker aus den 1920er-Jahren, zeigte der Geiger Petr Hemmer seine meisterhaften Fähigkeiten, bevor zwei weitere Titel von Edith Piaf, „Je ne regrette rien“ und „Padam ... Padam“, präsentiert wurden. Besonders interessant war die ursprüngliche französische Fassung des Welthits „My Way“ von Frank Sinatra, welcher zunächst unter dem Titel „Comme d’habitude“ 1967 veröffentlicht wurde und im Konzert von Immanuel Pichler gesungen wurde.

Beide Solisten bedankten sich zusammen mit dem Laupheimer Salonorchester bei dem Publikum mit dem zauberhaften Duett von Papagena und Papageno aus Mozarts „Zauberflöte“, bevor nach Dankesworten traditionell der „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss (Vater) erklang.

Ein besonderer Dank der beiden Clubpräsidenten ging im Anschluss an das Konzert an die Sponsoren. Die Unterstützung durch die Firmen Weishaupt, Volksbank Ulm-Biberach, Uhlmann(f) Graphic Designers, Weinzentrale Eberle Laupheim und den Oberschwäbischen Hof Schwendi ermöglichte, dass die Einnahmen durch den Kartenverkauf in Höhe von 7000 Euro komplett an das Klinikprojekt weitergeleitet werden können.

Beflügelt von der Musikauswahl, der Musizierfreude des Salonorchesters und dem Temperament der beiden Solisten folgten die Gäste und Mitglieder der Rotary Clubs Biberach Weisser Turm, Biberach an der Riß, Ehingen-Alb-Donau und Illertissen-Iller-Günz, sowie Inner Wheel Oberschwaben, Zonta Club Oberschwaben und den Lions Clubs Laupheim und Biberach gerne der Einladung zum anschließenden Stehempfang.

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