Rot/Rot und Eberhardzell wollen Heimsiege

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Der VfB Gutenzell (hinten Benjamin Poser) steht in Eberhardzell vor einer wichtigen Partie.
Der VfB Gutenzell (hinten Benjamin Poser) steht in Eberhardzell vor einer wichtigen Partie. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
Gerhard Kirchenmaier

Der 26. Spieltag schließt die englische Woche in der Fußball-Bezirksliga Riß ab. Der FV Biberach scheint gegen den TSV Kirchberg ungefährdet zu sein, der SV Sulmetingen ist in Berkheim Favorit. Etwas kniffliger könnte die Aufgabe von Ringschnait gegen Steinhausen werden. Der TSV Wain steht in Dettingen vor einer hohen Hürde, der VfB Gutenzell in Eberhardzell vor einer wichtigen Partie. Anpfiff ist am Sonntag, 13. Mai, bei allen Partien um 15 Uhr.

Nur noch Berufspessimisten glauben daran, dass der kommende Bezirksliga-Meister nicht FV Biberach heißt. Noch muss sich der FVB in Geduld üben, bis es so weit ist, und die nun anstehende Aufgabe gegen den TSV Kirchberg sauber abarbeiten. Wie in jedem Spiel sind die Kreisstädter Favorit. Die Gäste aus dem Illertal konnten sich mit dem jüngsten 3:2-Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, stehen nun aber in Biberach und eine Woche später gegen Ringschnait vor hohen Hürden. In der Kreisstadt braucht man eine stabilere Abwehr als zuletzt, um überhaupt an etwas Zählbares denken zu dürfen.

Beim Frühschoppenspiel am Vatertag hinterließen die SF Schwendi beim 2:0 gegen Baltringen einen hellwachen Eindruck. Im zweiten Heimspiel in Serie soll nun der Nachschlag mit einem Sieg gegen den FV Olympia Laupheim II folgen. In diesem Fall wären die SF im Abstiegskampf fast durch. Eben nur fast – dies gilt derzeit auch noch für Olympia II. Da gab es zuletzt personell einige Engpässe, aufgefangen hat man diese mit zahlreichen A-Jugendspielern. Die Gäste brauchen den einen oder anderen Punkt noch, am liebsten schon am Sonntag in Schwendi.

Beständig unbeständig

Das einzig Beständige beim SV Baltringen ist derzeit die Unbeständigkeit. Nach der Winterpause schaffte es der SVB noch nicht, über zwei Spieltage hinaus unbesiegt zu bleiben, trotzdem steht man noch auf dem sechsten Platz. Mit dem SV Alberweiler erwartet man im drittletzten Heimspiel einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand und unter Druck steht. Der Sieg gegen Berkheim war für die Gäste dringend nötig, tabellarisch gesehen ging es aber keinen Meter weiter. Dies könnte sich ändern, wenn der SVA eine schwarze Serie beendet: In der Bezirksliga gab es noch keinen Sieg gegen Baltringen.

Als der SV Ringschnait letztmals auf den SV Steinhausen traf, gab es das bittere Aus im Bezirkspokal. Dies hat man beim SVR längst verschmerzt, nun geht es in den Endspurt um den Relegationsplatz. Im Inneren stellt man sich schon mal auf ein hartes Stück Arbeit gegen den Fünften ein. Der trifft zum zweiten Mal innerhalb vier Tagen auf einen Gegner der obersten Bezirksliga-Etage. Beim 0:2 gegen Biberach hielt man lange Zeit die Null, dies ist nun auch das Ziel beim SVR. Fehlen wird dabei aber wohl wieder der verletzte SVS-Kapitän Tobias Rothenbacher.

Kein Spaziergang

Man kann dem BSC Berkheim manches vorwerfen in dieser Saison nicht aber die fehlende Einstellung. Dies war auch zuletzt in Alberweiler so, wo man trotzdem 1:3 unterlag und sich jetzt wohl endgültig mit dem Abstieg abfinden muss. Bevor es so weit ist, will man gegen den SV Sulmetingen alles in die Waagschale legen. Die Gäste sind in Zugzwang und benötigen nach dem Remis gegen Ringschnait ohne Wenn und Aber einen Sieg. In der Vorrunde gelang dies mit 7:1 in überzeugender Manier, von einem Spaziergang sollten die Gelb-Schwarzen aber nicht ausgehen.

Tabellarisch gesehen trennt den SV Dettingen und den TSV Wain einiges, trotzdem bringt man kleine Gemeinsamkeiten mit in diese Partie. Beide gewannen in der englischen Woche ihre Spiele und beide haben noch ein Ziel im Visier. Beim SVD ist es der Relegationsplatz, beim TSV der Klassenerhalt. Deutlich auseinander gehen aber die Ansichten über das 3:3 aus der Vorrunde. Der Vierte verspielte da einen 3:0-Pausenvorsprung, für den TSV war es neben dem Punktgewinn auch ein moralischer Erfolg. Beim heimstarken SVD ist man nun aber nur klarer Außenseiter.

Wenn der Begriff „richtungsweisend“ strapaziert werden darf, dann in dieser Partie. Für den mit 29 Punkten ausgestatteten SV Eberhardzell wäre mit einem Sieg gegen den VfB Gutenzell der Klassenerhalt in greifbarer Nähe. Beim 3:2 in der Vorrunde gelang dem SVE einer seiner bisher zwei Auswärtssiege. Für die auf Platz 13 liegenden Gäste wäre bei einem Sieg der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt. In der gleichen Form der vergangenen drei punktlosen Partien ist dies aber kaum machbar, der VfB braucht beim heimstarken SVE eine deutliche Steigerung.

Die jüngste knappe 2:3-Niederlage des TSV Rot/Rot in Kirchberg spiegelt in etwa auch den Saisonverlauf wider. Der TSV ist oft auf Augenhöhe, bringt sich dann aber durch nicht immer konsequente Abwehrarbeit um die Früchte. Gegen den SV Reinstetten braucht der gefährdete TSV einen Sieg. Für die Gäste fühlt sich nach dem 2:1 gegen Eberhardzell die Gesamtsituation nun deutlich entspannter an, den endgültigen Klassenverbleib möchte die Stvoric-Truppe so schnell wie möglich klarmachen. Bei einer geglückten Revanche für das Vorrunden-1:3 wäre der SVR durch.

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