Rock-Initiative Biberach gibt ihr 30. Rondellkonzert

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 Die Musiker rocken zum Ende gemeinsam im Rondell.
Die Musiker rocken zum Ende gemeinsam im Rondell. (Foto: Hans-Bernd Sick)
Schwäbische Zeitung

Die Rock Initiative Biberach hat zu ihrem 30. Rondellkonzert eingeladen und viele kamen um dem Jubiläum beizuwohnen.

Schon die ersten Akustikklänge verrieten wohin die Reise an diesem Abend gehen würde. Volker Riedel, Mastermind des Rockduos „Tom Slam“, beeindruckte mit seiner markanten Stimme. Der Opener „Zappa Brown“ kam noch recht ungehobelt daher, aber spätestens beim melodischen „Milky Way“ war dann das Eis gebrochen. Die Zuschauer lauschten seine akustischen Eigenkompositionen. Emotional wurde es schon zu Beginn, als er den Song „Goodbye“ seinem kürzlich verstorbenen Freund und langjährigen musikalischen Wegbegleiter Frank Ellinger widmete. Als Zugabe gab Volker Riedel einen Song seiner ersten Band „Myrmidion Creed“ zum Besten, den er, laut eigener Aussage, zuletzt vor 20 Jahren gesungen hatte.

Gitarrenlastig ging es dann auch gleich weiter. Erwin Schmitt, Wolfgang Koch und Lorenz Lessmeister, besser bekannt als E, K und L, packten ihre Songauswahl aus den 60er und 70er Jahren aus und wussten das Publikum von Anfang an mitzunehmen. Kein Wunder, denn bei Gassenhauern von Creedence Clearwater Revival, den Mamas & Papas oder John Denver, konnten die Gäste mitklatschen und mitsingen. Beim letzten Stück des Trios „Fürstenfeld“, bei dem Erwin Schmitt gekonnt die Mundharmonika einsetzte, kam Bewegung ins Rondell.

Man kann sagen, dass die RIB mit fünf Bands für den Rondellabend ein kleines Festival auf die Beine gestellt hatte. So war für fast jeden Musikgeschmack etwas dabei.

„Copyshop“ spielte in kleiner Besetzung. Dietmar Heinzelmann am Bass, Michi Krüger an der Gitarre und Mark Willrett am Gesang bekamen aber Unterstützung von zwei Musikern des Pink Floyd Projektes „Crazy Diamonds“. Tobias Brand war für den verhinderten Schlagzeuger Stephan Kofler eingesprungen und Heidi Nagel ersetzte die Sängerin Isabel Bindeus. Nagel zeigte ihre Gesangsqualität bei zwei Melissa Etheridge Songs und selbst im unplugged Format rockte sie mit ihrer beeindruckenden Stimme. Mark Willrett schmetterte das eigens für diesen Abend, ebenfalls unplugged, einstudierte „White Wedding“ von Billy Idol in das mittlerweile brechend volle Rondell hinaus.

Danach zeigte die Crazy Allstar Band, bestehend unter anderem aus Andreas Gratz und Karsten Wiesner, ihre unplugged Interpretationen von verschiedenen Rockklassikern. Schon beim ersten Song „Jumpin Jack Flash“ war es eine Freude zuzuhören. Musiknacht Vorstand Karsten Wiesner zeigte seine gesanglichen Qualitäten und nahm die Leute mit nach „San Francisco“. Ein Rock n’ Roll Medley durfte natürlich nicht fehlen. Santanas „Black Magic Woman“ entfalltete seine Magie, was nicht zuletzt am Ziehharmonikaspieler Valentin Stephan lag, der bei „Born to be wild“ dafür sorgte, dass diese Unplugged Version unvergleichlich klang.

Martin Gratz tauschte sein Schlagzeug gegen die Querflöte und bekam für sein Spiel bei „Nights in white Satin“ spontanen Applaus.

Wo Aja und Martin Gratz schonmal auf der Bühne standen, gesellten sich Otto Hehl und Rolf Stephan am Bass dazu. So kam es, dass die Band „Cold Turkey“ noch einige Klassiker zum Besten gaben.

Da es zum Ende des Rondellabends noch etwas Zeit gab, ließen es sich die Musiker nicht nehmen, eine kleine Sesion mit allen Beteiligten zu machen. Wunderkerzen und Feuerzeuge brannten, Handydisplays wurden in die Höhe gestreckt und bei „Hey Jude“ sang das ganze Rondell ein „Happy Birthday“ für die RIB. Besser konnte dieser Abend nicht enden.

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