Ringschnait will die Pokalrevanche

Lesedauer: 7 Min
 Simon Lang und der SV Ringschnait wollen sich gegen die SGM Warthausen/Birkenhard für die Pokalniederlage revanchieren.
Simon Lang und der SV Ringschnait wollen sich gegen die SGM Warthausen/Birkenhard für die Pokalniederlage revanchieren. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der Tabellenführer Ringschnait und der Dritte Sulmetingen stehen am 13. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß bei der SGM Warthausen/Birkenhard und beim VfB Gutenzell vor kniffligen Aufgaben. Leichter scheint auf den ersten Blick dagegen das Gastspiel des Tabellenzweiten SF Schwendi in Baltringen zu sein. Der SV Dettingen ist gegen das Schlusslicht Olympia Laupheim II Favorit. Spielbeginn ist am Sonntag, 27. Oktober, bei allen Begegnungen um 15 Uhr.

Neben der fünften Niederlage in Serie handelte sich der SV Baltringen am Vorsonntag auch noch zwei Platzverweise ein. Letzteres erschwert die ohnehin alles andere als leichte Aufgabe gegen den Tabellenzweiten SF Schwendi zusätzlich. Da auch die Bilanz aus den letzten vier Partien klar an die Gäste geht, bleibt dem SVB nur die klare Außenseiterrolle. Dies erhöht aber gleichzeitig auch den Druck für die SF, die vor Wochenfrist ihre zweite Saisonniederlage bezogen und nun den sechsten Auswärtssieg in Folge benötigen, um Platz zwei weiter zu sichern. Wenn die Gäste ihre größere Erfahrung ausspielen, sollte dies auch machbar sein.

Die zuletzt zwei Mal in Folge erfolgreiche SGM Warthausen/Birkenhard und Tabellenführer SV Ringschnait stehen sich zum zweiten Mal in dieser Saison gegenüber. Im Pokal behielt die SGM bei umgekehrtem Heimrecht etwas überraschend und trotz eines 0:2-Rückstands die Oberhand. In der jetzigen Verfassung könnte man dem SVR das Leben wieder schwer machen. Die zuletzt fünf Mal in Serie siegreichen und auswärts noch unbesiegten Gäste bringen aber die beste Defensiv- und Offensivreihe nach Warthausen mit und sind nun auf die erfolgreiche Pokalrevanche fokussiert. Gelingt die, wäre das ein kleiner Mosaikstein zum anvisierten Herbstmeistertitel.

Starker Saisonstart ist Geschichte

Der SV Steinhausen trat am letzten Spieltag einmal mehr den Beweis an, dass man an guten Tagen deutlich mehr als Bezirksliga-Durchschnitt ist. Gegen das aktuelle Führungsquartett gab es drei Siege, gegen schlechter positionierte Teams hat der aktuelle Fünfte aber seine Probleme. Das Gegenargument will man nun gegen den SV Reinstetten liefern. Bei den zuletzt spielfreien Gästen ist der starke Saisonstart inzwischen Geschichte, seit fünf Spielen wartet man beim SVR auf einen Sieg. Vielleicht konnte der Tabellenachte in der zweiwöchigen Spielpause den Akku wieder aufladen, Möglichkeiten für einen Sieg hat die Ibisevic-Truppe allemal.

Der VfB Gutenzell scheint trotz einer Niederlage in Ringschnait zu jenen Tugenden zurückzufinden, die das Team in den Vorjahren auszeichneten – eine kompakte und kampfstarke Einheit auf dem Platz. Dies soll nach den Vorstellungen von Trainer Reiner Wespel auch der SV Sulmetingen, gegen den es seit drei Jahren keine Niederlage mehr gab, zu spüren bekommen. Eine Fortsetzung dieser Serie kann der Gast jetzt gar nicht brauchen. Den am letzten Spieltag wiederhergestellten Kontakt zu den Spitzenplätzen will der SVS nicht postwendend wieder verlieren. In Gutenzell könnte eine umkämpfte und auch offene Partie anstehen.

Eine gute Halbzeit war für den BSC Berkheim nicht ausreichend, um in Baustetten zu punkten. Gegen den TSV Kirchberg braucht der BSC dann wohl schon über die komplette Spielzeit eine konzentrierte Leistung um an Punkte zu kommen. Auch wenn man beim BSC wenig von Bilanzen hält, diese spricht eindeutig für die Gäste: Alle Vergleiche in der Bezirksliga gingen an den TSV. Der bringt dann aktuell die richtige Verfassung mit, um auch das fünfte Duell für sich zu entscheiden. In allen letzten vier niederlagenlosen Partien konnte der Neunte in vielen Spielabschnitten überzeugen und traf dabei gleich 14-mal. Die Gäste wollen den fünften Saisonsieg.

Diese Serie spricht klar für sich: Der SV Dettingen holte aus seinen letzten sieben Partien sechs Siege. Gegen den FV Olympia Laupheim II sind die Aussichten auf den nächsten Dreier aus mindestens zwei Gründen gut. Zum einen spricht der tabellarische Unterschied klar für den SVD, zum anderen die Heimbilanz gegen die Gäste: In den letzten drei Jahren fuhr Olympia II umsonst ins Illertal. Auch wenn die Tabellensituation derzeit wenig dafür spricht, ist man beim Schlusslicht felsenfest davon überzeugt, die Abstiegsränge über kurz oder lang verlassen zu können. Am Sonntag könnte der eine oder andere Akteur der spielfreien ersten Garnitur auflaufen.

Für den FC Mittelbiberach waren die letzten Hürden gegen Teams aus dem Führungstrio einen Tick zu hoch. Die nächste, wiederum sehr anspruchsvolle Aufgabe, erwartet den Aufsteiger in der Partie gegen den Tabellenvierten SV Baustetten. Beim letzten Punktspielvergleich in der A II gab es einen satten 5:0-Sieg des FCM. Der SVB hielt in seinen letzten beiden Partien Teams aus der unteren Tabellenregion am Ende klar in Schach. Gelingt nun der dritte Streich in Folge, ist Platz zwei weiter nicht außer Sichtweite. Auf Kompromisse ließ man sich bisher nicht ein, sieben Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Die Gäste spielen dann wohl auch auf Sieg.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen