Ringschnait muss zum Dritten Gutenzell

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 Der TSV Ummendorf (hier Andreas Arendt) ist am Sonntag bei Mitaufsteiger SV Baustetten gefordert.
Der TSV Ummendorf (hier Andreas Arendt) ist am Sonntag bei Mitaufsteiger SV Baustetten gefordert. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der 12. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß verspricht am Sonntag, 14. Oktober, sowohl im oberen als auch im unteren Tabellenbereich reichlich Spannung. Tabellenführer Mietingen ist gegen Kirchberg klarer Favorit, völlig offen scheint die Partie des Dritten Gutenzell gegen den Zweiten Ringschnait. Der TSV Ummendorf reist zum Aufsteigerduell nach Baustetten, Achstetten hat Schlusslicht Reinstetten zu Gast. Anstoß ist bei allen Partien um 15 Uhr.

Tabellenführer SV Mietingen kam als einziges Team der Liga mit der Maximalausbeute von neun Punkten durch die englische Woche. Die Patzer der Konkurrenz brachten dem SVM einen beachtlichen Vorsprung von vier Zählern auf vier punktgleiche Mannschaften ein. Gegen den TSV Kirchberg will man die makellose Heimbilanz weiter ausbauen. Ausgebaut hat der Gast aus dem Illertal auch zuletzt seine Bilanz, die nun sechs Remis in Folge ausweist. Gegen eine Verlängerung dieser sehr außergewöhnlichen Serie hätte man beim TSV nichts einzuwenden. Die Abwehr um den zuletzt formstarken Keeper Benedikt Berger dürfte beim offensiv-stärksten Team Vollbeschäftigung haben.

Interimstrainer Frank Schuster von der TSG Achstetten hatte mit dem 1:0-Sieg in Baltringen einen gelungenen Einstand und rund zehn Tage Zeit, seinen Kader auf die Partie gegen Schlusslicht SV Reinstetten einzustimmen. Mit dem fest eingeplanten dritten Saisonsieg hätte der Aufsteiger Anschluss an das hintere Tabellenmittelfeld. Eben diese Situation würde den Abstand des SVR auf die TSG auf sieben Punkte vergrößern und die sportliche Situation weiter zuspitzen. Die vier auf dem Konto stehenden Punkte holte der SVR in den beiden zurückliegenden gegentorlosen Auswärtspartien. Diese Bilanz ist auch der Mutgeber für die Kellerpartie beim Aufsteiger.

Der SV Dettingen verteidigte am Vorsontag zwar die Rolle als Nummer eins im Illertal, ganz zufrieden ist man beim Neunten mit dem Derby-Remis und auch mit dem Saisonverlauf aber nicht. Offensiv fehlt dem SVD die Durchschlagskraft der vergangenen Jahre, gegen den SV Sulmetingen soll trotzdem der vierte Heimsieg her. Der Gast blieb zuletzt drei Spiele in Folge ohne eigenen Treffer. Das gab es in der mehr als vierjährigen, erfolgreichen Amtszeit von Heiko Gumper bisher noch nicht, der Spielertrainer muss jetzt aufgrund einer Gelb-Roten Karte aussetzen. Der SVS braucht im Illertal einen Sieg, um dem 20-Punkte-Quartett auf den Fersen zu bleiben.

Richtig Spaß hat man derzeit beim Tabellendritten VfB Gutenzell. Für die am Vorsonntag geknackte 20-Punkte-Marke benötigte der VfB in der Vorsaison noch 19 Spieltage. Bemerkenswert ist auch die deutlich verbesserte Abwehrarbeit, mit nur zehn Gegentreffern weiß Keeper Benni Poser die zweitbeste Abwehr vor sich. Die fokussiert sich nun auf die stark besetzte Angriffsreihe des punktgleichen SV Ringschnait, die am Vorsonntag allerdings zum zweiten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer blieb. Auf negative Ergebnisse hatte der SVR in der Vergangenheit meist positive Antworten parat, im Spitzenspiel gibt es aber keinen ausgewiesenen Favoriten.

Das Aufsteigerduell zwischen dem SV Baustetten und dem TSV Ummendorf gibt es bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. In Pokalrunde zwei siegte der TSV im Elfmeterschießen, seitdem schlugen beide jedoch unterschiedliche Wege ein. Der SVB behauptet sich mit 20 Punkten in der oberen Etage, der TSV steckt im Abstiegskampf. Rein tabellarisch betrachtet ist der SVB Favorit, aber auch nicht vor gelegentlichen Rückschlägen gewappnet. Genau darauf und auf eine zurückliegende gute Partie gegen Schwendi, die aber erfolglos blieb, gründet der TSV seine Hoffnungen. Die Leicht-Elf will endlich wieder punkten.

Da auswärts beim SV Eberhardzell derzeit wenig geht, müssen die Punkte eben auf eigenem Platz her. Zuletzt gelang dies ganz gut, auch wenn beim 0:0 gegen Reinstetten Luft nach oben war. Gegen Olympia Laupheim II feiert SVE-Torjäger Matthias Rehm ein Wiedersehen mit dem alten Verein, beim 5:0-Erfolg Anfang Juni steuerte er auch einen Treffer bei. Für die punktgleichen Gäste gilt es, eben diese Pleite und die zurückliegende rabenschwarze englische Woche, in der es keinen Punktgewinn gab, auszublenden und die eigenen sportlichen Möglichkeiten wieder auszuschöpfen. Der Sieger findet sich bis auf Weiteres im komfortablen Mittelfeld.

Die beiden Trainer David Freudenmann vom SV Baltringen und Dietmar Mang vom SV Steinhausen hatten bei den jeweiligen Siegen ihrer Mannschaft wenig Grund zur Kritik. Jetzt geht es für die Tabellennachbarn darum, die derzeitigen Mittelfeldpositionen zu verbessern. Beim heimischen SVB sollen es wieder die beiden Torjäger Halil Ayan und Furkan Cebeci richten. Den klassischen Torjäger gibt es beim SVS nicht, die bisher 15 erzielten Treffer verteilen sich auf acht Akteure. Gerade das macht den Tabellensiebten schwer ausrechenbar, die Auswärtsbilanz liegt aber mit bisher nur einem Sieg klar im Negativbereich.

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