Respekt, aber keine Angst

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 Der FV Biberach (hier Nico Steidle) hat den SV Kehlen zu Gast.
Der FV Biberach (hier Nico Steidle) hat den SV Kehlen zu Gast. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Mit breiter Brust geht der FV Biberach in das vorgezogene Spiel der Fußball-Landesliga am Freitagabend gegen den SV Kehlen. Die Partie beginnt um 19 Uhr im Biberacher Stadion.

Sieben Spiele und keine Niederlage, dabei fünf Siege. Diese Bilanz hat den Aufsteiger aus Biberach an die Tabellenspitze katapultiert. Bei Trainer Dietmar Hatzing klingt das nicht ganz so euphorisch: „Das haben wir uns erspielt, haben wir uns erarbeitet und jetzt wollen wir auch dranbleiben.“ Mit Dranbleiben meint der Biberacher Coach nicht zwingend die Tabellenführung, sondern eher einen Platz unter den ersten Vier. „Das scheint mir nach den bisherigen Spielen durchaus realistisch.“

Gegen Kehlen werde man sicher wieder mehr gefordert als gegen Kißlegg oder auch in Straßberg, die doch sehr tief gestanden seien. Der SV Kehlen hat einen sehr guten Start in die Saison hingelegt, aber die drei vergangenen Spiele nicht mehr gewonnen. Allerdings waren die Gegner auch keine leichten Nummern. 0:1 gegen Berg, 1:2 in Weiler und 1:1 gegen Ravensburg II endeten die Spiele und so wurde der SVK auf Platz sieben in der Tabelle durchgereicht.

Vor der Saison war der Verein aus der Friedrichshafener Vorstadt auf dem Transfermarkt aktiv: Mit Benedikt Böning aus Eschach und Jonas Klawitter vom FV Ravensburg wurden zwei gestanden Landesligaspieler geholt. Der Kader von Trainer Michael Steinmaßl wurde nicht nur in der Breite, sondern eben auch in der Spitze verstärkt. Steinmaßl kann derzeit auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Samuel Hack ist nach seiner im Training erlittenen Gesichtsverletzung leicht angeschlagen. Ziel des SV Kehlen ist der Gewinn zumindest eines Punktes. „Eine Mannschaft, die ich schon im oberen Drittel sehe“, hat Dietmar Hatzing Respekt vor dem Gegner.

Yesilöz fällt aus

Aber Grund zum Verstecken oder gar zur Angst gibt es in Biberach nicht. Die Mannschaft hat einen Lauf, auch das nötige Glück gehabt bisher und geht deshalb im eigenen Stadion auch als Favorit ins Spiel gegen den SV Kehlen. „Wir sind uns dieser Rolle durchaus bewusst“, sagt Hatzing, der dann doch etwas offensiver agieren lassen will als beim torlosen 0:0 in Straßberg. Ausfallen wird gegen Kehlen allerdings mit Kubilay Yesilöz ein wichtiger Baustein im Angriff des FV Biberach. Dagegen kehrt Nico Steidle ins Team zurück und auch Johannes Fuchs könnte eine Option im Mittelfeld sein. Über seine endgültigen Gedankenspiele wollte Hatzing noch nicht plaudern.

Es könnte auch wieder Veränderungen im Abwehrverbund geben. Klar ist dagegen, dass Alexander Beck weiter im Tor steht, auch wenn Florian Fritzenschaf sich wieder an das Team herangearbeitet hat. „Da gibt es momentan keine Notwendigkeit zu wechseln“, sagt Hatzing. Mit solchen Luxusproblemen will sich der Biberacher Coach erst gar nicht beschäftigen. Für ihn stehen die drei Punkte gegen den SV Kehlen im Fokus. Zumal mit dem SV Dotternhausen und der TSG Balingen II zwei Vereine an den kommenden beiden Spieltagen auf den FVB warten, die aktuell auf Abstiegsplätzen rangieren.

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