Pusteblume spendet an Niemann-Pick-Gruppe

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Schwäbische Zeitung

Das Biberacher Floristikgeschäft Pusteblume hat 500 Euro für die Niemann-Pick-Selbsthilfegruppe gespendet. Auf Wunsch der Chefin Gabriele Rothärmel geht das Geld zur Hälfte an diese Initiative und dient der Erforschung der bisher unheilbaren Krankheit. Dieser bundesweite Zusammenschluss von Eltern und Medizinern bemüht sich, Therapien für die unheilbare Niemann-Pick-Erkrankung zu entwickeln. Weil diese Erbkrankheit so selten vorkomme und nicht im Fokus der Pharmaindustrie stehe, so die Gruppe, wolle sie die Forschung mithilfe von Spendengeldern voranbringen. Mit der anderen Hälfte wird Florian Veil aus Ulm-Söflingen, der an dieser seltenen Erbkrankheit leidet, einen Herzenswunsch erfüllt. Gabriele Rothärmel war durch das Schicksal der Laupertshausener Familie Schädler auf die Niemann-Pick-Erkrankung aufmerksam geworden. Obwohl es bundesweit nur etwa 200 Fälle gibt, haben gleich zwei Kinder der Familie Schädler den Gendefekt von zwei gesunden Eltern geerbt. Sophia und Luis starben beide im Alter von fünf Jahren an diesem Leiden - Sophia 2011 und Luis 2015. „Schön, dass man sich auch nach so viel Jahren immer noch an uns und unser Schicksal erinnert“, sagt Sonja Schädler. Die Pusteblume hatte im Laden ein Kässchen aufgestellt und Gabriele Rothärmel und die Familie Schädler danken allen, die Geld eingeworfen haben. Florian Veil aus Söflingen leidet seit seinem fünften Lebensjahr an Niemann-Pick Typ C. Er ist mittlerweile 18 Jahre alt und seine Lebensqualität ist sehr eingeschränkt. Mit dem Geld möchte die Familie mit ihm ein paar schöne Tage am Gardasee verbringen. Dort blüht Florian richtig auf und er kann eine glückliche, unbeschwerte Zeit verbringen.

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