Popp und Wahl steigen auf

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Schwäbische Zeitung
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Mit Kevin Popp und Dennis Wahl pfeifen zwei weitere Unparteiische der Schiedsrichtergruppe (SRG) Riß ab der kommenden Saison 20/21 höherklassig. Dies ergab die Sitzung des Schiedsrichterausschusses des Württembergischen Fußballverbands (WFV). Absteiger aus den Reihen der SRG Riß gab es keine. So groß die Freude über die zwei Aufsteiger bei der hiesigen Schiedsrichtergruppe ist, so groß ist auch die Sorge um die Zukunft.

Kevin Popp vom FC Wacker Biberach – Enkel des früheren Zweitliga-schiedsrichters und Bundesligalinienrichters Eugen Schraivogel – steigt mit erst 21 Jahren in die Verbandsliga, die höchste Amateurliga Württembergs, auf. Zudem wird der Lehramtsstudent, der seit 2013 an der Pfeife aktiv ist, Spiele der B-Junioren-Bundesliga leiten und in der Regionalliga an der Linie assistieren.Empfohlen hatte sich Kevin Popp für höhere Aufgaben in einem speziellen Förderkader, in dem er die Beobachter nachhaltig zu überzeugen wusste, heißt es in einer Mitteilung der SRG Riß.

Zweitbester Punkteschnitt

Eine Liga höher geht es auch für Dennis Wahl von der SG Mettenberg. In der abgebrochenen Bezirksligasaison kam der 23-jährige Polizeikommissaranwärter, der seit 2011 Schiedsrichter ist, auf den zweitbesten Punkteschnitt in der Bezirksliga-Region IV. Diese umfasst die Bezirke Riß, Donau, Bodensee und Donau/Iller. Dennis Wahl gehört damit zu einem von insgesamt 17 Aufsteigern im Verbandsgebiet, die den Sprung in die Landesliga geschafft haben.

David Kaiser (31 Jahre) vom SV Erlenmoos belegte in seiner Premierensaison in der Verbandsliga den achten Platz von insgesamt 21 Schiedsrichtern.

In der Landesliga schaffte es Raimund Bailer (34) von der TSG Achstetten auf den zwölften Platz. Jessica Mast (26) vom SV Mietingen landete auf Platz 43 und Marco Komander (24) von der TSG Maselheim-Sulmingen auf Platz 63 von insgesamt 73 Schiedsrichtern.

Fabian Hipp (33) vom FV Biberach erreichte in seiner ersten Saison in der Bezirksliga den neunten Platz, Christian Bischoff (23) vom SV Äpfingen kam auf Rang 26.

„Es braucht aber weiterhin noch mehr neue Schiedsrichter“

Derzeit gibt es laut Klaus Brandauer, seit 27 Jahren Ausschussmitglied, 170 geprüfte und einsetzbare Unparteiische in der SRG Riß. „Mit der derzeitigen Anzahl können Stand jetzt noch alle Spiele im Aktiven- und Jugendbereich mit geprüften Schiedsrichtern besetzt werden“, sagt der 67-Jährige, der für die Einteilung der Unparteiischen bei Jugendspielen zuständig ist und selbst seit 37 Jahren pfeift, auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ und fügt hinzu: „Es braucht aber weiterhin noch mehr neue Schiedsrichter, um weiter alle Partien besetzen zu können, da auch die Fluktuation hoch ist.“

Nach der Saison 2019/20 hätten elf Referees aus unterschiedlichen Gründen aufgehört, aus dem Neulingskurs im vergangenen Februar seien nur sieben hinzugekommen. „Davon können sechs zunächst nur im Jugendbereich pfeifen, da sie zwischen 15 und 17 Jahre alt sind“, erläutert Klaus Brandauer.

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