Polnisches Essen zum polnischen Nationalfeiertag

 Małgorzata Jasińska-Reich im Parforceritt durch die mehr als tausendjährige polnische Geschichte.
Małgorzata Jasińska-Reich im Parforceritt durch die mehr als tausendjährige polnische Geschichte. (Foto: Städte Partner Biberach)
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Der Schweidnitz-Ausschuss im Verein „Städte Partner Biberach“ hat zum polnischen Essen anlässlich des polnischen Nationalfeiertages ins Restaurant Ropach eingeladen.

Die Vorsitzende Małgorzata Jasińska-Reich begrüßte die Gäste, insbesondere die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Schweidnitz, Aleksandra Rokicka, die eigens zu diesem Anlass nach Biberach gekommen war, und Piotr Kolloch, den Vorsitzenden der Landsmannschaft der Schlesier in Biberach und die zahlreich anwesenden Schlesier. Jasińska-Reich gab entsprechend des Anlasses einen kurzen Abriss über mehr als tausend Jahre polnischer Geschichte.

Der erste polnische Herrscher Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten ließ sein Volk 966 taufen, die Geburtsstunde Polens als Staat. Die Blütezeit und größte Ausdehnung von der Ostsee bis ans Schwarze Meer erlangte das Königreich Polen-Litauen im 16. Jahrhundert unter der Dynastie der Jagiellonen.

1795 verschwand Polen im Zuge der dritten Teilung für 123 Jahre von der Landkarte und wurde unter Preußen, Russland und Österreich aufgeteilt, ein nationales Trauma für die Polen. Im Zuge der Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg entstand Polen 1918 wieder als Staat, darauf bezieht sich der 11. November als Nationalfeiertag.

Auch in den nächsten hundert Jahren war Polen nur die Hälfte der Zeit selbständig und frei. 1939 überfiel Nazi-Deutschland das Land, der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Am Ende des Krieges stand die Westverschiebung der Ost- und Westgrenze Polens, mit der Folge der Vertreibung von Millionen Menschen, Deutschen und Polen. Polen stand unter der Vorherrschaft der Sowjetunion, bis im Juni 1989 die ersten teilweise freien Wahlen in Polen noch vor dem Fall der Berliner Mauer das Ende des Kommunismus einläuteten.

1994 die Nato-Mitgliedschaft, im Mai 2004 der Beitritt in die Europäische Union waren die weiteren Stationen der polnischen West-Integration.

„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen,“ zitierte Jasińska-Reich den amerikanischen Philosophen und Schriftsteller George Santayana und fuhr fort, „angesichts der aktuellen politischen Entwicklung in Europa ist es wichtiger denn je, die partnerschaftliche Idee zwischen den Ländern und die Völkerverständigung zu pflegen.“

Der Koch des Restaurants Ropach, Paweł Gawlik, hatte ein vielseitiges, reichhaltiges Büffet mit polnischen Spezialitäten vorbereitet.

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