Polizei und Bauernverband mahnen zur Vorsicht

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Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind in der Erntezeit oft auf den Straßen anzutreffen. Daher ist derzeit von allen Verkehrsteilne
Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind in der Erntezeit oft auf den Straßen anzutreffen. Daher ist derzeit von allen Verkehrsteilnehmern besondere Vorsicht gefordert. (Foto: Ralf Hettler/dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Kreisbauernverband Biberach-Sigmaringen und die Polizei machen in Pressemitteilungen auf die besonderen Herausforderungen und Gefahren im Straßenverkehr während der Erntezeit aufmerksam.

So bittet der Bauernverband die Verkehrsteilnehmer mit Blick auf die laufende Getreideernte um erhöhte Rücksichtnahme und Vorsicht. Geduld, aber auch erhöhte Aufmerksamkeit sei bei den Autofahrern in den nächsten Wochen gefragt. Der Kreisbauernverband bittet daher die Bevölkerung um Verständnis, falls es zu Lärm kommt oder Traktoren, Mähdrescher oder langsame, durch Schlepper gezogene Transporte auf Wegen und Straßen unterwegs sind. Diese Fahrzeuge sollten nur nach gründlicher Abwägung und Prüfung der Verkehrssituation überholt werden. Obwohl die eingesetzten Maschinen im Vergleich zu den anderen Verkehrsteilnehmern langsam sind, würden oft die Größe, die Breite und die Geschwindigkeit dieser Maschinen falsch eingeschätzt. Hinzu kommt, dass die Maschinen beim Abbiegen weit ausscheren können. Oft ließen sich auch Straßenverunreinigungen nicht gänzlich verhindern. „Diese werden jedoch von den Landwirten schnellstmöglich beseitigt“, versichert der Bauernverband.

Hupe und Lichthupe erlaubt

Die Polizei weist darauf hin, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge immer größer, schneller und schwerer würden. Gleichzeitig würden immer mehr Erzeugnisse über größere Strecken auf öffentlichen Straßen transportiert. Jeder Verkehrsteilnehmer müsse deswegen in der anstehenden Erntezeit mit zusätzlichen Gefahren rechnen. Denn die modernen Erntemaschinen seien besonders lang und nicht selten mehr als drei Meter breit. Die Umrisse ihrer Anbaugeräte seien schlecht zu erkennen. Erst recht, wenn sie schlecht oder gar nicht gekennzeichnet seien.

Gefahr drohe auch, wenn die Geräte beim Abbiegen ausschwenken. Wer ein Gespann erkennt, sollte rechtzeitig vom Gas gehen. Wer es überholen will, sollte sich vergewissern, dass es nicht am nächsten Feldweg abbiegen will. Das Überholen muss rechtzeitig angekündigt werden und kann außerhalb von Ortschaften auch mit Hupe oder Lichthupe ergänzt werden.

Der vielseitige Einsatz und die hohe Beanspruchung solcher Fahrzeuge führten häufiger dazu, dass die Beleuchtung wie Blinker oder Rücklicht nicht funktioniert. Und leicht gerate Schmutz aus Wald, Feld und Flur auf die Straße – besonders bei Nässe und in Kurven sei das gefährlich.

Auf Sicherung der Ladung achten

Landwirten und Fahrern von Erntemaschinen oder Traktoren empfiehlt die Polizei, besonders auf die ausreichende Sicherung ihrer Ladung zu achten. Stroh oder loses Schüttgut könnten leicht verloren gehen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Wer mit diesen Gefahren rechne, die Geschwindigkeit und den Abstand angemessen wähle und nur bei klaren Verhältnissen mit der gebotenen Vorsicht überhole, komme sicher besser ans Ziel.

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