Podestplätze für den RSC Biberach beim Vier-Länder-Cup

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 Yannick Schechinger (l.) und Hanna Geiser (Gelbes Trikot) führen das Rennen an.
Yannick Schechinger (l.) und Hanna Geiser (Gelbes Trikot) führen das Rennen an. (Foto: Bernhard Lingenhöle)
Schwäbische Zeitung

Direkt nach dem Trainingslager in Gatteo a Mare ist es für die Fahrer des RSC mit Wettkämpfen weitergegangen. Beim ersten Rennen des Vier-Länder-Cups in Niederwangen holten sie sich weitere Führungstrikots. In Mauren im Fürstentum Liechtenstein wurden weitere Podestplätze vergeben. Zwei Fahrer, Justin Bellinger und Julia Servay, nahmen derweil am Radklassiker in Frankfurt-Eschborn teil.

Beim ersten Rennen des Vier-Länder-Cups in Niederwangen wurde mit den jüngsten Lizenzfahrern der U11 gestartet. Es wurde gemeinsam gewertet. Raphael Dunz, Timo Zabel und Mia Schechinger gaben ab der ersten Runde das Tempo vor und schüttelten ihre Konkurrenten ab. In der zweiten Runde wurde jedoch ein Sturz Zabel und Schechinger zum Verhängnis und sie fielen aus der Spitzengruppe. Dunz konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen und sprintete als Erstplatzierter ins Ziel. Er erhielt das Gelbe Trikot, das den Führenden des Cups auszeichnet. Zabel belegte Platz drei. Schechinger beendete ihr Rennen als Vierte.

Julia Servay ging in der U13 an den Start. Sie verteidigte über die ganze Strecke des 19 Kilometer langen Rundkurses ihre Position an der Spitze und ließ sich diese auch nicht nehmen. Sie rauschte als Erste über die Ziellinie. Auch sie durfte sich über das Gelbe Trikot freuen.

In der U15 waren Justin Bellinger, Yannick Schechinger, Christian Klinder, Leif Börner, Hanna Geiser und Sophia Dunz vertreten. Ab Runde drei wurde das Tempo verschärft und nur noch Bellinger und Geiser waren an der Spitze. Die anderen Fahrer des RSC Biberach fielen in die Verfolgergruppe. Klinder und Schechinger versuchten, ihre Gruppe wieder an die Spitze zu bringen. Jedoch wurde das Tempo von Geiser nochmals angezogen. Sie fuhr auch mit einem großen Vorsprung auf Platz eins und sicherte sich das Gelbe Trikot. Bellinger belegte Rang zwei. Schechinger beendete sein Rennen auf Rang sechs, Klinder kam auf Platz sieben. Börner fuhr auf Rang 15, Dunz wurde 17.

Richard Kimmich vertrat die Farben des RSC Biberach in der U17. Das Feld wurde nach dem Start in mehrere Gruppen gerissen, an deren Spitze sich Kimmich befand. Über die gesamten 50 Kilometer hielt er sich an der Spitze und konnte zum Schluss auf Platz drei sprinten. Leon Schechinger ging für die U9-Einsteiger ins Rennen. Er wurde Zweiter. Johanna Hilt bestritt ihr erstes Rennen und gewann gleich den ersten Platz in der Altersklasse der U11-Einsteiger.

Alexander Israel und Andreas Dral fuhren beim Jedermann-Rennen eine Strecke von 44 Kilometern. Ab der zweiten Runde war Israel in der Spitzengruppe vorne. Dral fiel in die Verfolgergruppe. Seinen Schlusssprint fuhr Israel an zweiter Position an, in das Ziel kam er als Drittplatzierter. Dral kam auf Rang zwölf.

Mauren: Dunz Zweiter in der U11

Auch in Mauren wurde gemeinsam gewertet. Das Rennen wurde als Kriterium ausgetragen. Raphael Dunz, Timo Zabel und Mia Schechinger gingen in der U11 ins Rennen. Es gab zwei Wertungen in den acht Runden. Die beiden Biberacher Dunz und Zabel kämpften von Beginn an in der Spitze mit einem weiteren Fahrer um die beste Position. In der ersten Wertungsrunde konnten beide wichtige Punkte sammeln. Schechinger fiel in die Verfolgergruppe ab. Dunz belegte nach einem spannenden Schlusssprint Platz zwei. Zabel kam mit Rang drei noch auf das Podest. Schechinger beendete ihr Rennen mit Platz fünf.

Bei der U15 waren Hanna Geiser, Yannick Schechinger, Rike Fütterling, Leif Börner und Sophia Dunz dabei, es gab es sechs Wertungen. Geiser und Schechinger führten zu Beginn das Feld an, das sich schnell in drei Gruppen teilte. Geiser konnte sich einige Punkte sichern. Schechinger konnte das Tempo nicht ganz mitgehen und ging in den ersten Runden leer aus. Fütterling, Dunz und Börner hielten sich währenddessen standhaft in der Verfolgergruppe. In der vorletzten Wertung setzte ein Fahrer bei Geiser zum Sprint an. Sie versuchte, dieses Tempo mitzufahren, konnte den Fahrer aber nicht mehr stellen. In der letzten Wertung sammelte sie sich nochmals Punkte und fuhr schließlich als Dritte ins Ziel. Schechinger schrammte mit Platz fünf am Podest vorbei. Fütterling belegte Rang 13, Börner fuhr als 16. ins Ziel. Dunz belegte Rang 18. Die Einsteiger Stina Börner und Leon Schechinger hatten die Strecke als Einsteiger zweimal zu umrunden. Beide kämpften sich sicher durch das Feld. Schechinger kam als Erstplatzierter über das Ziel, Börner wurde Siebte.

Frankfurt: Platz zwei für Bellinger

Nach erfolgreichem Saisonbeginn starteten Justin Bellinger im Nachwuchsrennen U15 und Julia Servay für die U13 beim Radrennen Eschborn-Frankfurt für den RSC Biberach. Servay setzte sich zu Beginn des Rennens schon an die Spitze und gestaltete das Renngeschehen mit. Bereits nach den ersten beiden Runden bildete sich eine 15-köpfige Spitzengruppe. Nach Runde drei verkleinerte sich das Feld um die Spitze weiter. Bis zur sechsten Runde blieb das restliche Fahrerfeld vorne zusammen. Servay konnte im Schlusssprint mit Platz sechs überzeugen.

Bellinger ging für die U15 an den Start. Ein internationales, mit knapp 50 Fahrern stark besetztes Feld, kämpfte auf der 3,5 Kilometer langen Strecke um den Sieg. Insgesamt acht Runden oder 28 Kilometer mussten die Nachwuchsfahrer auf dem Innenstadtkurs bewältigen. „Einmalig“, nennt Bellinger das Flair rund um das Rennen. „Eine Wahnsinns-Atmosphäre, mit so vielen Zuschauern ist das schon etwas besonderes.“

Das Rennen verlief dann auch fast, wie er es erwartet hatte. Gleich zu Beginn machte die Konkurrenz ordentlich Druck. „Wir hatten in den ersten Runden einen Schnitt von über 40 km/h“ erzählt er rückblickend. Durch das hohe Tempo dezimierte sich das Hauptfeld kontinuierlich, sodass sich zwei Runden vor Schluss vorne nur noch knapp 20 Fahrer behaupten konnten. Nach der vorletzten Zieldurchfahrt setzte ein Fahrer aus den Niederlanden zu einer entscheidenden Attacke an.

„Ich habe einen Moment nicht aufgepasst“ sagte der 14-jährige Bellinger. „Keiner wollte nachführen, so musste ich am Ende das Tempo im Feld allein hoch halten.“ Doch der Ausreißer konnte nicht mehr gestellt werden. Mit einem beherzten Antritt 300 Meter vor dem Ziel sicherte sich Bellinger dann den hervorragenden zweiten Platz vor der restlichen Spitzengruppe.

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