Personalwechsel bei der Kfz-Innung Biberach

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 Der Vorstand der Biberacher Kfz-Innung: (v. l.) Klaus Berg, Gerd Billwiller, Joachim Dünkel und Martin Vöhringer.
Der Vorstand der Biberacher Kfz-Innung: (v. l.) Klaus Berg, Gerd Billwiller, Joachim Dünkel und Martin Vöhringer. (Foto: Michael Mader)

Die Biberacher Kfz-Innung stellt sich neu auf. Obermeister Joachim Dünkel hat für die laufende Wahlperiode seinen vorzeitigen Rückzug angekündigt. Sein Nachfolger Martin Vöhringer soll das Amt spätestens 2021 übernehmen. Der 31-Jährige ist seit knapp zwei Jahren Geschäftsführer des Autohauses Moll in Biberach.

Zudem tritt Gerd Billwiller ab sofort die Nachfolge für Klaus Berg in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an. Berg hatte diese Position mehr als 16 Jahre inne, bleibt aber als Beisitzer im Vorstand.

Die Biberacher Kfz-Innung hat aktuell 110 Mitgliedsbetriebe im gesamten Kreisgebiet. „Das sind Vertragswerkstätten und -händler, aber auch freie Werkstätten“, betont Obermeister Dünkel. Die Struktur sei sehr gesund und die Unternehmen beruhten meist auf Familienbetrieben. Die Innung ist bei der Kreishandwerkerschaft angesiedelt und die Interessenvertretung der Mitglieder. „Wir kümmern uns ehrenamtlich um die Belange der Betriebe, sind bei Prüfungskommissionen beteiligt und versuchen den Spagat zwischen Vertragshändlern und Freien möglichst gering zu halten.“

Der Markt sei auch im ersten Quartal stabil geblieben, erklären Klaus Berg und Gerd Billwiller. Bei den Neuwagenverkäufen habe es in Baden-Württemberg gegenüber demselben Zeitraum 2018 sogar ein leichtes Plus gegeben. Selbst der Diesel sei wieder häufiger verkauft worden. „Ich denke schon, dass dies auch unserer Region geschuldet ist“, sagt Dünkel. „Bei uns drohen auch langfristig keine Fahrverbote.“

Wichtige Punkte in der Zukunft seien natürlich die weitere Entwicklung der E-Mobilität und des autonomen Fahrens. „Beides wird kommen“, ist sich Dünkel sicher, allerdings werde der Verbrennungsmotor schon noch eine Weile existieren. Aber neben dem E-Motor gehören dem Hybrid und dem Wasserstoff die Zukunft. „Insgesamt wird die Entwicklung bei uns hier im ländlichen Raum mit einiger Verzögerung eintreffen als in den Ballungsgebieten“, ist Martin Vöhringer überzeugt. Darauf müsse man sich als Innung einstellen und vorbereiten, so Vöhringer. „Wir dürfen da nicht wegsehen, auch wenn ich derzeit keinen großen Arbeitsplatzabbau bei uns sehe“, machte Dünkel allen Betrieben Mut, mit der Zeit mitzugehen und sich den veränderten Bedingungen zu stellen.

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