Patientenbeirat tagt zum ersten Mal

Lesedauer: 4 Min
Der Patientenbeirat des Biberacher Geburtszentrums traf kürzlich zum ersten Mal zusammen (v. l.): Sabine Lamsfuß, Annette Merkle
Der Patientenbeirat des Biberacher Geburtszentrums traf kürzlich zum ersten Mal zusammen (v. l.): Sabine Lamsfuß, Annette Merkle, Leonie Woitschell, Ilse Offermann-Bartnik, Beate Bernt, Katharina Heinlein, Ingrid Sproll und Hildegard Mauz. (Foto: Sana Kliniken Landkreis Biberach)
Schwäbische Zeitung

Unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dominic Varga hat kürzlich der neu gegründete Patientenbeirat des Biberacher Geburtszentrums zum ersten Mal gemeinsam getagt. Damit bietet das Sana-Klinikum interessierten Frauen, freiberuflichen Hebammen sowie niedergelassenen Ärzten als erstes Klinikum in der Region die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die Entwicklung der geburtshilflichen Abteilung im Haus zu nehmen.

Das ganzheitliche Konzept des Geburtszentrums, welches für eine individuelle Betreuung in allen Phasen der Schwangerschaft steht, befindet sich in einem aktiven und kontinuierlichen Prozess der Weiterentwicklung. Eine Weiterentwicklung, die sich laut Sana-Klinik insbesondere an den Wünschen und Bedürfnissen der (werdenden) Mütter, aber auch an den Erfahrungen der niedergelassenen Partner orientieren soll.

Aus diesem Grund hat sich die geburtshilfliche Abteilung des Biberacher Klinikums dazu entschlossen, einen Patientenbeirat ins Leben zu rufen. Initiiert wurde dies durch Dr. Varga, der die Geburtshilfe seit April 2018 chefärztlich leitet: „Für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt er. „Den Beirat sehe ich als eine Art Schnittstelle zwischen unseren Kundinnen, den niedergelassenen Partnern und dem Geburtszentrum. Wir erhoffen uns dadurch echtes und vor allen Dingen direktes Feedback, um Perspektiven zusammenzuführen, Entwicklungsprozesse anzustoßen, neue Ideen zu generieren und damit die Geburtshilfe im Klinikum aktiv und kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Auch für Hildegard Mauz, Leitende Hebamme im Biberacher Geburtszentrum, eine einmalige Chance, vorhandene Abläufe, Prozesse, Angebote und Strukturen in kleiner Runde gemeinsam zu durchleuchten und gezielt zu hinterfragen: „Nur wenn wir die Wünsche unserer Frauen kennen und wissen, wo noch Verbesserungspotenzial liegt, können wir daran arbeiten.“

Bisher nur Frauen im Beirat

Der Patientenbeirat hat im April seine Arbeit aufgenommen und trifft sich künftig zweimal im Jahr. Die ehrenamtlichen Mitglieder haben dabei die Möglichkeit, Rückmeldung zur Arbeit der Geburtshilfe zu geben und Verbesserungsvorschläge vorzubringen. Außerdem wird im Patientenbeirat über Neuerungen in der Geburtshilfe oder auch wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung in der Klinik informiert und diskutiert. Mitglieder des Patientenbeirats sind derzeit Sabine Lamsfuß, Leonie Woitschell und Katharina Heinlein, alle drei Mütter aus Biberach. In ihrer Funktion als Hebammen sind, neben Hildegard Mauz, Ingrid Sproll und Beate Bernt, beide vom Biber-nest Biberach sowie Ilse Offermann-Bartnik (Familienhebamme) aus Riedlingen im Beirat vertreten. Als sozialpädagogische Familienhelferin des Biberacher Jugendamtes und ausgebildete Hebamme bringt außerdem Annette Merkle ihre Sicht in den Beirat mit ein. So konnten bereits beim ersten Treffen wichtige Themen besprochen und erste Ideen vorgetragen werden. Besonders am Herzen lag den Teilnehmern dabei unter anderem die Kommunikation im Kreißsaal. Gerade für Erstgebärende sei die Geburt mit vielen Unsicherheiten verbunden. Aber auch spezielle Themen wie das Bonding von Mutter und Kind sowie die Digitalisierung der geburtshilflichen Abteilung wurden besprochen. „Für uns war das erste Treffen ein voller Erfolg“, so Varga. „Durch die gemischte Zusammensetzung konnten wir Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, was wirklich sehr hilfreich ist. Ich bin mir sicher, dass wir hier einen guten Weg eingeschlagen haben.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen