Paten bringen Kindern Singen bei

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Gerhard Junginger, Stefan Stibi und Gerhard Schreg (von links) engagieren sich als Singpaten in der Katholischen Kindertagesstät
Gerhard Junginger, Stefan Stibi und Gerhard Schreg (von links) engagieren sich als Singpaten in der Katholischen Kindertagesstätte in Biberach, ebenso wie Franz Forderer, der auf dem Bild fehlt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Wenn die Mundharmonika auf den Fluren erklingt, gehen die Türen der Gruppenräume auf und Kinder gehen eilig in die Turnhalle. Sie wissen nämlich genau was diese Melodie für sie bedeutet: Es ist wieder Singpaten- Zeit. Seit 2016 sind die Singpaten Rudolf Junginger, Gerhard Schreg, Stefan Stibi und Franz Forderer, in der katholischen Kindertagesstätte Schwester Ulrika Nisch in Biberach aktiv.

Einmal im Monat besuchen die vier Rentner die Einrichtung und singen gemeinsam mit den Kindern. „Ihre Angebote bereiten sie immer liebevoll und ansprechend für die Kinder vor“, so die Einrichtungsleitung Stefanie Lessmeister. So wurde zum Beispiel auch in der Einheit vor dem Schützenfest ein passendes Angebot vorbereitet. Es wurde nicht nur gemeinsam das Schützenlied gesungen, sondern auch Traditionen wie das Biberschießen, die Geschichte vom Schwarzen Vere oder der Umzug besprochen. „Es geht uns darum, den Kindern eine Freude zu machen“ so Rudolf Junginger. Des Weiteren sei es den Singpaten aber auch wichtig schwäbisches Liedgut weiterzugeben.

Die ehrenamtlichen Sänger, die normalerweise im Männer Gesangsverein Frohsinn ihr Bestes geben, wurden über eine Aktion des Gesundheitsamts Biberach auf die Singpatenschaft aufmerksam. Nach einer kleinen Schulung waren die Männer dann bereit für ihren ersten Einsatz im Kindergarten. Sie haben mittlerweile eine wichtige Rolle in der Einrichtung eingenommen und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. „Für unsere Kinder sind sie einfach eine Bereicherung“, so Lessmeister. Die ehrenamtlichen Singpaten werden auch im neu beginnenden Kindergartenjahr wieder in der Kindertagesstätte aktiv sein.

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