Panne auf der Autobahn: Warum Biberach plötzlich „Biberbach“ heißt

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 Verkehrsschilder weisen den Weg nach „Biberbach“. Eigentlich müsste es an dieser Stelle bei Ulm-West „Biberach“ heißen.
Ein Verkehrsschild weist den Weg nach „Biberbach“. Eigentlich müsste es an dieser Stelle bei Ulm-West „Biberach“ heißen. (Foto: Michael Kroha)

Der Verkehr auf der A8 zwischen Stuttgart und Ulm ist eigentlich ein Trauerspiel. Wer regelmäßig auf diesem Abschnitt unterwegs ist, kann schon mal in Rage geraten, wenn ein Stau wieder einmal kostbare Zeit auffrisst. Doch in diesen Tagen huscht manchem Autofahrer auf Höhe Ulm-West ein Lächeln übers Gesicht. Das liegt an einem Verkehrsschild, auf welchem die Stadt „Biberach“ kurzerhand in „Biberbach“ umgetauft wurde.

Wer kennt es nicht: Schnell auf dem Smartphone etwas getippt, die Nachricht in den Gruppenchat eingestellt und schon ist es passiert. Ein kleiner Tippfehler beziehungsweise die Folgen der Autokorrektur fordern die anderen Gruppenmitglieder geradezu auf, ihren Spott mit lachenden Smileys in sämtlichen Ausführungen kundzutun.

Wir wollten der Stadt Biberach damit in keinster Weise zu nahe treten. Ein Sprecher des Regierungspräsidiums

Nur gut, dass sich das häufig schnell korrigieren lässt. Ärgerlich aber, wenn genau das auf einem Straßenschild passiert – und dann noch an einer Autobahn, auf der täglich tausende Fahrzeuge rollen.

Beweisfotos erheitern das Netz

Auf einem Verkehrsschild an der A8 Höhe der Ausfahrt Ulm-West ist seit Kurzem „Biberbach“ angeschrieben. Das Schild dient als Wegweiser zur Abfahrt auf die B10. Viele haben es vermutlich nicht einmal bemerkt, dass es richtig „Biberach“ heißen müsste. Einige aber schon und so dauerte es nicht lange, bis Beweisfotos davon in den sozialen Netzwerken die Runde machten.

Per sé ist „Biberbach“ nicht falsch, weil es tatsächlichen diesen Ort gibt. Und er liegt auch in der Nähe der Autobahn. Aber eben ein paar Autobahnausfahrten weiter in der Nähe von Augsburg. Eigentlich sollte am Autobahnanschluss Ulm-West die oberschwäbische Kleinstadt „Biberach“ angeschrieben sein.

Baufirma weiß Bescheid

„Wir sind dankbar für diesen Hinweis. Es ist tatsächlich ein Fehler“, kommentiert ein Sprecher des Regierungspräsidiums Tübingen das „B“ zu viel. Das Missgeschick sei der ausführenden Baufirma passiert, die bereits Bescheid wüsste.

Voraussichtlich in der kommenden Woche soll das Schild getauscht beziehungsweise überklebt werden. „Die Kosten hierfür trägt die Baufirma“, erläutert der Sprecher und entschuldigt sich für die Panne: „Wir wollten der Stadt Biberach damit in keinster Weise zu nahe treten.“ Fehler dieser Art passierten eher selten.

Und außerdem hätte es mit „Bieber“ noch viel schlimmer kommen können. Womöglich hätte die Stadt dann noch ihr Wappentier, den Biber, gegen den (Justin) Bieber tauschen müssen.

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