Nur Absagen oder viel zu teuer: Biberach bekommt erstmal keine Kletterhalle

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Der DAV würde gerne eine Kletterhalle – im Bild das vorläufige Modell – in der Biberacher Schulmeile bauen. Doch die Angebote vo
Der DAV würde gerne eine Kletterhalle – im Bild das vorläufige Modell – in der Biberacher Schulmeile bauen. Doch die Angebote von Generalunternehmen sind für den Verein zu teuer. (Foto: Grafik: Christine Reck Architekten GmbH)
Schwäbische Zeitung

Der Deutsche Alpenverein Biberach kann seinen Traum von der Kletterhalle derzeit nicht verwirklichen. Die wenigen Angebote von Generalunternehmen waren so hoch, dass sie für den Verein nicht finanzierbar wären. Über diesen Stand der Dinge informierte Projektleiter Werner Gut die Mitglieder bei der Hauptversammlung. Die Hoffnung wollen die Kletterer aber nicht aufgeben.

Fast ein Jahr lang hat die Sektion Biberach des Deutschen Alpenvereins (DAV) versucht, ein für sie bezahlbares Angebot für den Bau der Kletterhalle zu bekommen. Bei der Hauptversammlung schilderte Projektleiter Werner Gut das schwierige Unterfangen.

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Der Bau der geplanten Kletterhalle in Biberach verzögert sich um einige Monate

Im Frühjahr 2018 gingen die Ausschreibungsunterlagen an 23 Generalunternehmer. Zum Abgabetermin lag laut Gut kein einziges Angebot vor. Nach Fristverlängerung gab es im September ein Angebot. Das habe jedoch 1,5 Millionen Euro über der Kostenberechnung, gelegen und sei damit nicht finanzierbar, hieß es bei der Hauptversammlung. Deshalb wurde im Oktober durch einen Vorstandsbeschluss ein vorläufiger Projektstopp beschlossen. Anschließend wurden vier weitere von der Stadtverwaltung empfohlene Generalunternehmer angeschrieben. Das Ergebnis: vier Absagen.

Im Dezember wurde dann Ausschreibungsrunde Nummer vier vorbereitet. Sieben Unternehmen wurden nach persönlichem Gespräch gebeten, bis Ende Januar ein Angebot abzugeben. Zu diesem Termin lag keine Rückmeldung vor, es folgte wiederum eine Fristverlängerung, so der Bericht des Projektleiters. Aktueller Stand heute ist laut Gut: Von den insgesamt sieben Unternehmen haben zwei abgesagt, in einem Fall gab es keine Rückmeldung, vier Angebote gingen ein. Sie liegen vor zwischen 800000 und einer Million Euro über der Kostenberechnung. „Das ist für die Sektion leider momentan nicht finanzierbar, auch wenn alle Kletterer der Sektion, insbesondere die Jugendgruppe die Hoffnung auf die Verwirklichung einer Klettermöglichkeit nicht aufgeben möchten“, lautete sein Fazit. Personen mit Verbindungen zu potentiellen Geldgebern oder Investoren könnten ihn aber jederzeit kontaktieren.

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