Nistkästen für den Gänsesäger

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Von versierten Kletterern sind die Nistkästen für den Gänsesäger in den Bäumen aufgehängt worden.
Von versierten Kletterern sind die Nistkästen für den Gänsesäger in den Bäumen aufgehängt worden. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der Gänsesäger, eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel, braucht dringend ein neues Zuhause. Der Nabu Biberach hat hier zusammen mit dem Zimmerer-Ausbildungszentrum und einigen begeisterten Kletterern nun Abhilfe geschaffen.

In Biberach brüteten in den vergangenen Jahren vereinzelt Paare im Bereich der Altstadt. Das Problem dabei: Die Nisthöhlen liegen in einer Höhe von etwa drei bis zehn Metern. Sind die Küken flügge, springen sie aus der Höhle und landen im oder am Wasser. Vorausgesetzt, die Nisthöhle liegt am Wasser. Bei den Brutpaaren in der Biberacher Altstadt ist das nicht der Fall, so dass immer wieder Küken im Stadtbereich geborgen werden mussten. Bereits im vergangenen Herbst hatte das Zimmerer-Ausbildungszentrum in Biberach für den Nabu Nisthöhlen gebaut, die nun vor Beginn der Brutsaison aufgehängt mussten.

Die Herausforderung dabei: Die Nistkästen sind groß und schwer und müssen mehrere Meter über dem Wasser angebracht werden. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger kletterbegeisterter Geocacher und ausgerüstet mit Leitern, Akkuschraubern und Kletterseilen, konnte der Nabu Biberach Anfang Februar sechs Nistkästen entlang der Riß zwischen Königsbergallee und Eisenbahnstraße anbringen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Biberacher Gänsesäger künftig einen der neuen Brutplätz in Wassernähe nutzen und die Küken keine Fußmärsche mehr durch die Altstadt unternehmen müssen.

Der NABU Biberach bittet um Mithilfe: Die Gänsesäger haben bisher in der Altstadt gebrütet. Der genaue Ort ist jedoch nicht bekannt. Sollten jemand wissen, wo die Bruthöhlen sind, oder die Gänsesäger in diesem Frühjahr in der Altstadt entdecken, bittet der Nabu um Meldung an info@nabu-bc.de oder telefonisch an Martin Rösler, 07351/9836.

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