Namyslo und Körner holen DM-Bronze

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Holger Namyslo von der TG Biberach sicherte sich Bronze bei der Senioren-DM in Hamburg und verpasste eine noch bessere Platzieru
Holger Namyslo von der TG Biberach sicherte sich Bronze bei der Senioren-DM in Hamburg und verpasste eine noch bessere Platzierung nur knapp. (Foto: Archiv: Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Bei der deutschen Schach-Seniorenmeisterschaft in Hamburg haben Holger Namyslo und Herbert Körner von der TG Biberach ein starkes Turnier gespielt. In der offenen Klasse ab 50 sicherte sich Namyslo als Dritter einen Podestplatz und verpasste nur knapp eine noch bessere Platzierung. Körner holte in seiner Ratingklasse bei den Spielern ab 65 Jahren ebenfalls Platz drei.

Holger Namyslo und Herbert Körner waren hoch motiviert zur Einzelmeisterschaft der Senioren gereist, bei der insgesamt 273 Spieler antraten. Als Schach-Senior gilt inzwischen jeder ab 50 Jahren, sodass Namyslo (Jahrgang 1956) in der offenen Klasse schon zum älteren Semester zählte. Seiner Spielstärke war das aber nicht anzumerken und so eröffnete er mit drei Siegen in Folge, ehe er zwei Remis – unter anderem gegen den internationalen Meister und späteren Turniersieger Dieter Pirrot (SV Hofheim) – folgen ließ. Nach zwei weiteren Siegen trennte er sich in Runde acht unentschieden vom späteren Gesamtzweiten Hartmut Metz (SG Kuppenheim). Vor der letzten Runde gehörte Namyslo mit 6,5 Punkten damit einem Spitzentrio an, das um den Titel des deutschen Seniorenmeisters spielte. Die neunte Runde brachte für den Biberacher Routinier allerdings eine deutliche Niederlage. In der Endtabelle lag Namyslo (6,5/9) schließlich hinter Pirrot und Metz (je 7,5/9) auf dem dritten Platz.

Körner lässt nicht abschrecken

In der Wertungsklasse ab 65 Jahren hatte es Herbert Körner derweil in der ersten Turnierhälfte durchweg mit Gegnern zu tun, die 300 bis 400 DWZ-Wertungspunkte besser geratet waren als er. Der TG-Spieler ließ sich davon aber nicht abschrecken, begann mit zwei Unentschieden und kompensierte eine Niederlage in Runde drei mit zwei Siegen in den folgenden Partien. In Runde sechs hatte er sich damit an die vorderen Tabellenregionen herangespielt, musste aber einem übermächtigen Gegner Tribut zollen. Gleiches galt für Runde sieben. In der Vorschlussrunde holte sich Körner aber noch ein wichtiges Remis, sodass er trotz einer Niederlage zum Abschluss viel Grund zur Freude hatte. Mit insgesamt 3,5 Punkten fand er sich in der Ratingklasse unter 1600 DWZ nämlich auf Platz drei wieder und holte einen Sonderpreis. Die Stärke seiner Leistung wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Körner mit einer Turnierleistung von 1646 DWZ sein DWZ-Rating um über 50 Punkte auf 1495 verbesserte und in der Gesamtwertung nur zwei Plätze hinter dem punktgleichen Ulmer Verbandsligaspieler Viktor Lainburg einkam.

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