Nachrücker freuen sich auf ihr Amt

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Oberbürgermeister Norbert Zeidler (Mitte) hat in der jüngsten Ratssitzung Petra Romer-Aschenbrenner und Walter Herzhauser als n
Oberbürgermeister Norbert Zeidler (Mitte) hat in der jüngsten Ratssitzung Petra Romer-Aschenbrenner und Walter Herzhauser als neue CDU-Stadträte verpflichtet. (Foto: Stadtverwaltung)

Nach dem Ausscheiden von Tom Abele und Hans-Peter Brenner (beide CDU) hat Oberbürgermeister Norbert Zeidler in der jüngsten Sitzung zwei neue Gemeinderatsmitglieder verpflichtet. Künftig werden Petra Romer-Aschenbrenner und Walter Herzhauser am Ratstisch Platz nehmen. Beide sind keine unbekannten CDU-Gesichter in der Kommunalpolitik.

Wenn man mit den beiden „Neuen“ über die Schwerpunkte, die sie in ihrer Zeit als Stadtrat setzten möchten, spricht, dauert es nicht lange, bis das Thema „Sicherung des Wirtschaftsstandorts Biberach“ zur Sprache kommt. Für die 49-jährige Biberacherin und den 62-jährigen Rißegger ist die Wirtschaft das wichtigste Fundament, das die Stadt und ihre Teilorte trägt.

„Eine große Herausforderung in den nächsten Jahren wird die Erweiterung der Gewerbegebiete sein, damit unsere Unternehmen nicht an andere Standorte abwandern“, sagt Herzhauser. Romer-Aschenbrenner spricht in diesem Zusammenhang von der Wichtigkeit einer „funktionierenden Bildungs- und Kulturpolitik.“ Diese beiden Bereiche stärkten Biberach als Wohnort und damit auch als Wirtschaftsstandort.

Romer-Aschenbrenner, die bei Boehringer für das Ausbildungsmarketing an den Standorten Biberach und Ingelheim zuständig ist, sieht bei der Attraktivität Biberachs durchaus noch Potenzial nach oben: „Die Entwicklung der nördlichen Altstadt möchte ich vorantrieben.“ In den vergangenen Jahren habe das Gebiet nördlich der Gymnasiumstraße „an Leben“ verloren. „Vor zehn oder 15 Jahren war das anders“, erläutert sie. Bei der Erreichbarkeit der Innenstadt möchte sie sich unter anderem für verbesserte Rad- und Fußwege stark machen: „Ich selbst erledige gerne meine Dinge in der Stadt zu Fuß.“ Besonders freut sie sich bei ihren Aufgaben als Stadträtin auf jene im Hospitalrat.

„Neben den Angeboten für Senioren halte ich eine gute Arbeit des Hospitals im Bereich der Kleinkindbetreuung und der Schulverpflegung ebenfalls für sehr wichtig“, sagt sie. Denn Romer-Aschenbrenner ist Mutter von zwei Kindern im Alter von acht und zehn Jahren. Herzhauser hat es dagegen der Bauausschuss angetan. „Schulen, Kindergärten oder Hochwasser – die Arbeit in diesem Gremium ist vielfältig“, sagt der Elektrotechniker, der Ende dieses Jahres in den Ruhestand geht. Auch der Aufstieg der B30 müsse endlich gemacht werden: „Der Schwerlastverkehr ist den Menschen in der Innenstadt nicht mehr länger zumutbar.“ Er wisse um die Brisanz des Themas, setzte aber auf die Kompromissbereitschaft aller Beteiligten. Doch auch im sozialen Bereich wie Sportangebote, Jugendhaus oder Flüchtlingsarbeit möchte er neue Impulse setzen.

„An der Grundschule Rißegg helfe ich Flüchtlingskindern in Mathe und Deutsch“, sagt Herzhauser. Daher habe er einen ganz guten Einblick darüber bekommen, welche Unterstützung Ehrenamtliche seitens der Behörden bräuchten. Unter anderem ist er erster Vorsitzender des SV Rißegg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Raiffeisenbank Riss-Umlach.

Für ihn ist es nicht das erste Mal, dass er am Biberacher Ratstisch sitzt. Bis zur Kommunalwahl im Jahr 2014 war er etwa zehn Jahre lang Stadtrat. „Mit der Abschaffung der unechten Teilortswahl hat Rißegg seine beiden garantierten Sitze verloren. Und so schaffte ich es stimmenmäßig nicht mehr in den Gemeinderat“, erläutert Herzhauser. Umso mehr freue er sich jetzt, nachrücken zu dürfen.

Romer-Aschenbrenner ist erstmalig als Stadträtin verpflichtet worden. Doch in kommunalpolitischer Hinsicht ist sie keine Unbekannte. So war sie bis Februar 2016 15 Jahre lang Kreisvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und ist seit mehreren Jahren stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Biberach. Sie habe aber auch großen Respekt vor der zeitlichen Belastung und den inhaltlichen Entscheidungen als Stadträtin: „Man stellt wichtige Weichen für die Zukunft Biberachs.“

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