Monika Supé löst Grenzen zwischen Raum und Körper

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Monika Supé thematisiert in ihren Drahtobjekten und Zeichnungen den räumlichen Gegensatz von Vollem und Leeren.
Monika Supé thematisiert in ihren Drahtobjekten und Zeichnungen den räumlichen Gegensatz von Vollem und Leeren. (Foto: Werner Branz)
Schwäbische Zeitung

Der Kunstverein Biberach eröffnet am Freitag, 7. Dezember, um 19 Uhr im Komödienhaus Biberach die Ausstellung „Körperräume“ mit Objekten und Zeichnungen der Münchner Künstlerin Monika Supé.

Leicht und beinahe wie Zeichnungen wirken die Objekte aus Draht. Supé bezeichnet sie als plastische Grafik, als Zeichnungen im Raum. Mal ist der Draht verhäkelt zu transparenten Maschenwerken, mal zu kokonartigen Hüllen zusammengebogen. Immer haben diese Objekte zu tun mit dem menschlichen Körper. Da gibt es zum Beispiel „Umzeichnungen“, die aussehen, als hätte gerade noch ein Mensch in einem ebensolchen Gebilde gesteckt, oder zumindest eine Hand oder ein Fuß eines Menschen.

Ihr Maschenwerk überführt Supé aber auch zurück ins Zweidimensionale und schafft Zeichnungen aus Tusche mit erstaunlich dreidimensionaler Wirkung. Supés Interesse gilt dem Gegensatz zwischen gezeichneter Linie und dem Weißen, oder zwischen dem Vollen und dem Leeren, zwischen Drahthülle und Luftraum. „Ohne das eine kann das andere nicht existieren – ohne Körper kein Raum“, so Supé.

Monika Supé ist promovierte Architektin, Dozentin und seit 2011 freischaffende Künstlerin.

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