Mit zwölf Jahren die Profikarriere im Blick

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Mit rund 42 Prozent sicherte sich Nachwuchs-Triathlet Hannes Kusterer von der TG Biberach den Titel als SZ-Sportler des Monats Februar. Nominiert war der 12-jährige aufgrund seines Gesamtsieges bei der Oberschwäbischen Crosslaufserie, den er im letzten Rennen in Vogt mit Platz eins perfekt machte. Seit knapp 18 Monaten trainiert der Schüler aus Reinstetten bis zu sechs Mal pro Woche, um seinem Traum ein Stück näher zu kommen.
Schwäbische Zeitung
Marius Funk

Mit rund 42 Prozent hat sich Nachwuchs-Triathlet Hannes Kusterer von der TG Biberach den Sieg bei der SZ-Wahl zum Sportler des Monats Februar gesichert. Nominiert war der Zwölfjährige aufgrund seines Gesamtsiegs bei der Oberschwäbischen Crosslaufserie, den er im letzten Rennen in Vogt mit Platz eins perfekt machte. Seit knapp 18 Monaten trainiert der Schüler aus Reinstetten bis zu sechs Mal pro Woche, um seinem Traum ein Stück näher zu kommen: Profi werden.

Vom Schwimmbecken auf das Fahrrad und abschließend auf die Laufstrecke – Triathlon gilt als die Königsdisziplin des Ausdauersports. „Am Triathlon gefällt mir besonders die Vielseitigkeit, die sich aus den drei Sportarten ergibt. Man kann bei jedem Wetter etwas trainieren“, verrät Hannes Kusterer. Nachdem der zwölfjährige Nachwuchstriathlet bereits zuvor regelmäßig Rad fuhr und Laufen ging, war das erste Schwimmtraining im Oktober 2016 der Auftakt zu seiner Triathlonkarriere. So zählt auch das Laufen zu seiner Lieblingsdisziplin, während im Schwimmen noch viel Potenzial liegt. Die Ausdauer liegt in der Familie, Vater Ralf Kusterer ist mehrmaliger Marathonläufer und Transalpine-Finisher. „Als Familie muss man schon ein wenig sportverrückt sein, allein die Fahrten zu den weit entfernten Wettkämpfen nehmen viel Zeit in Anspruch“, sagt Mutter Thea Kusterer.

Zeitintensives Trainingspensum

Sehr zeitintensiv ist auch das Trainingspensum von fünf bis sechs Einheiten pro Woche, in der Woche vor Ostern standen in einem Trainingscamp in Ravensburg sogar täglich bis zu vier Trainingseinheiten in Form von Treppenläufen, Radintervallen und Koppeltraining auf dem Programm. „Das Camp hat sehr Spaß gemacht, mir wurde nie langweilig“, sagt Hannes Kusterer. Doch die harte Arbeit zahlt sich auch aus: Im vergangenen Jahr konnte der Realschüler gleich in seiner ersten Wettkampfsaison erste Siege verbuchen, unter anderem auch beim den Triathlons am Jannersee und in Ravensburg. Bei der Oberschwäbischen Crosslaufserie 2018 setzte sich Kusterer mit einem zweiten und zwei ersten Rängen gegen die starke Konkurrenz durch und wurde prompt zum SZ-Sportler des Monats gekürt. „Ich habe das Votum online verfolgt und mich dann am Ende natürlich sehr gefreut, weil ich damit nicht gerechnet hätte“, sagt Hannes Kusterer. Langfristig hat er ein klares Ziel im Auge: „Ich will Triathlon-Profi werden, weiß aber auch, dass das sehr schwierig wird.“

Doch zuerst steht in diesem Jahr der Start beim Racepedia-Cup, eine Serie mit fünf Wettkämpfen in Baden-Württemberg, und diversen Laufveranstaltungen an. Die Distanzen bei den Schülern A betragen in etwa 200 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 1,5 Kilometer Laufen. „Hannes ist sehr trainingsfleißig, egal bei welchem Wetter. Manchmal müssen wir ihn noch bremsen“, sagt Thea Kusterer. Auf die richtige Trainingsdosierung achtet neben seinem Vater auch TG-Nachwuchstrainer Alexander Roth. Die Jugendabteilung der TG sei wirklich super und habe Hannes schon enorm weitergeholfen, erklärt Thea Kusterer weiter. Zudem solle Hannes sich in seinen jungen Jahren noch nicht überfordert werden. So übt der Sechstklässler in seiner Freizeit auch ganz normale Tätigkeiten aus wie Freunde treffen oder Spielen.

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