Mit dem Rad nach Asti in 27 Stunden

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Die Biberacher Radler am San Bernardino Pass: Hubert Hagel (v.l.), Ralf Miller, Georg Schad, Norbert Zeidler, Rudolf Metzger und
Die Biberacher Radler am San Bernardino Pass: Hubert Hagel (v.l.), Ralf Miller, Georg Schad, Norbert Zeidler, Rudolf Metzger und Christian Kuhlmann. (Foto: Fotos: privat)
Josef Aßfalg

Die Verwaltungsspitze mit Gemeinderäten und Mitgliedern des Vereins Städte Partner Biberach ist in 27 Stunden 540 Kilometer in die italienische Partnerstadt Asti geradelt. Nun sind sie wieder zurück: Oberbürgermeister Norbert Zeidler, seine Bürgermeisterkollegen Ralf Miller und Christian Kuhlmann sowie die Gemeinderäte Hubert Hagel, Rudolf Metzger und Georg Schad vom Verein Städte Partner Biberach. Gut gelaunt und ohne Spuren von Stress sitzen sie am Montagmorgen im Biberacher Rathaus bei einem Glas Wein aus Asti und Butterbrezeln. „Ihr seht gar nicht gestresst aus“, sei die erste Reaktion der Mitarbeiter im Rathaus gewesen, als sie die Fotos angeschaut hätten, verriet Ralf Miller.

In sechs Tagen hat die Radlergruppe in 27 Stunden 540 Kilometer mit 4700 Höhenmetern geschafft. Bei strömendem Regen sind sie am Sonntag nach dem Gottesdienst in Biberach gestartet. Die Tage danach: Kräftezehrende Aufstiege unter anderem über den San Bernardino und schließlich am Freitag der herzliche Empfang am Rathaus in Asti. Sie seien glücklich und wohlbehalten wieder zurück, freute sich OB Zeidler „und es war ein schönes Erlebnis in einer netten Gemeinschaft“. „Es war immer schon ein kleiner Traum von mir, einmal mit dem Fahrrad über die Alpen zu fahren und die Fahrt mit Asti zu verbinden“, bekannte das Stadtoberhaupt. „Wir wurden ein paar Mal abgeduscht“, verriet er, „aber es war ein warmer Regen“. Der Höhepunkt war der dritte Tag mit 105 gefahrenen Kilometern und 1800 Höhenmetern auf den San Bernardino. Norbert Zeidler schwärmte geradezu von der atemberaubenden Abfahrt nach diesem Aufstieg.

Bei der letzten Etappe sind Gemeinderat Ulrich Heinkele, Christine Biefel, Holger Kniep und Hans-Bernd Sick vom Verein sowie zehn Radler aus Asti dazugekommen. Bei der Ankunft am Rathaus in Asti wurden die Biberacher von den Astigiani mit dem Biberacher Schützenfestlied begrüßt. „Dieser Empfang und das gemeinsame Abendessen mit den Astigiani und ihrem Bürgermeister war eine nette Geste“, empfand Hans-Bernd Sick. Und Hubert Hagel fügte hinzu: Der Abend mit Musik und Tanz sei ein grandioser Höhepunkt gewesen.

„Wir sind alles mit eigener Kraft, ohne E-Bikes, geradelt“, sagte Christian Kuhlmann. „Für diese Leistung als Nicht-Profiradler wurden wir von den Astigiani sehr gelobt“, wusste Hans-Bernd Sick. Mit der Partnerstadt Asti gebe es den intensivsten Austausch, befand er. Es liege wohl an der räumlichen Nähe, so Sick und verwies auch auf die Veranstaltungen wie Rondellkonzerte oder die Italienischen Wochen im Herbst.

OB Zeidler dankte Uschi und Hubert Hagel für die Vorbereitung und Organisation der Tour und Hans-Bernd Sick für sein städtepartnerschaftliches Engagement.

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