Mietingen will vorzeitig Meister werden

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 Der Spitzenreiter SV Mietingen (rechts Timo Kühner) will mit einem Sieg in Kirchberg die Meisterschaft eintüten.
Der Spitzenreiter SV Mietingen (rechts Timo Kühner) will mit einem Sieg in Kirchberg die Meisterschaft eintüten. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der 27. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß wird mit zwei Partien am Samstag, 18. Mai, eingeläutet. Um 16 Uhr hat der SV Steinhausen Heimrecht gegen Baltringen, um 17 Uhr will Spitzenreiter Mietingen mit einem Sieg in Kirchberg die Meisterschaft eintüten. Am Sonntag, 19. Mai, gastiert der Zweite VfB Gutenzell beim Dritten SV Ringschnait. Achstetten spielt in Reinstetten. Anpfiff ist bei allen Partien am Sonntag um 15 Uhr.

Das Waldstadion des TSV Kirchberg könnte am Samstag Schauplatz der ersten Entscheidung der Saison 2018/19 werden. Ligaprimus SV Mietingen benötigt bei satten zehn Punkten Abstand zum Nächstplatzierten noch einen Sieg für die sichere Meisterschaft. Wenn der heimische TSV mehr als über die Rolle des artigen Gratulanten hinauskommen will, braucht man einen besseren und vor allem mutigeren Auftritt als zuletzt im Illertalderby. Beim Gast freute man sich am Vorsonntag für ein paar Minuten zu früh über einen sicher geglaubten Sieg. Im Illertal will man jetzt aber, wohl auch mit einer starken Fangemeinde im Rücken, alles klar machen.

Partie mit Endspiel-Charakter

Der SV Ringschnait hat in den letzten beiden Partien seine Hausaufgaben gemacht, das Verfolgerduell gegen den VfB Gutenzell hat für den SVR den Charakter eines Endspiels. Bleiben die drei Punkte im Dür-nachstadion, hat die Boscher-Truppe noch einen Punkt Rückstand auf den aktuellen Zweiten, jedes andere Ergebnis wirft den Dritten nur zurück. Mit welchen taktischen Mitteln der VfB den 31-Tore-Angreifer Manuel Münst aus dem Spiel zu gedenken nimmt, bleibt noch das Geheimnis von Coach Günter Riedmüller. Seine Mannschaft bewies am Vorsonntag jedenfalls Nervenstärke, hielt sich Sulmetingen vom Hals und möchte auch beim SVR bestehen.

Die jahresübergreifende Auswärtsserie mit vier Siegen und drei Remis machte es möglich: Der SV Steinhausen hat mit Platz fünf die beste Platzierung in dieser Saison eingenommen, die will man in den noch drei ausstehenden Partien, zunächst gegen den SV Baltringen, bis zum Saisonende behaupten. Auch die Gäste wollen den derzeitigen Nichtabstiegsplatz über die Runden bringen. Beim 0:1 gegen Reinstetten setzte der Viertletzte zweifellos vorhandene Qualitäten aber wieder einmal nicht konsequent auf dem Platz um und steckt nun im Abstiegskampf. Der SVB kann jeden einzelnen Punkt gebrauchen.

Die Ursachen für die seit drei Spielen anhaltende Sieglosserie des SV Sulmetingen liegen auf der Hand – dem Vierten gelang in diesem Zeitfenster nur ein eigener Treffer. Die Chancen auf Platz zwei kann man nur mit einem Sieg gegen den SV Dettingen und einem für den SVS günstigen Resultat in Ringschnait am Leben halten. Der SVD entschädigte die eigenen Anhänger mit einem 3:0-Derbysieg gegen Kirchberg für zuvor eher dürftige Auftritte. Die mehr als 30 Kilometer lange Heimreise will man auf keinen Fall ohne Punkte antreten. Beim 1:1 in der Vorrunde gelang dem Betz-Team in der Nachspielzeit der Ausgleich.

Der FV Olympia Laupheim II konnte zuletzt gleich zwei Mal in Folge fast aussichtslose Rückstände noch egalisieren. Auf eigenem Gelände fehlt dem Tabellenzehnten nach der Winterpause allerdings noch das Erfolgsgefühl eines Dreiers. Das soll nun im zweitletzten Heimspiel der Saison gegen den SV Eberhardzell nachgeholt werden. Der SVE hat keine direkte Not, würde aber gerne nach dem sonntäglichen Spiel ohne jeglichen Druck in die Endphase der Saison gehen. Dafür könnte bereits ein Remis genügen, das dann auch das erklärte Mindestziel ist. Die letzten zwei Direktvergleiche entschieden die Zeller für sich.

Mittelfeldakteur Marco Matzkat vom SV Reinstetten hat am Vorsonntag zum zweiten Mal nach der Winterpause einen spielentscheidenden Treffer erzielt. Dem Vorletzten eröffnet dies weiterhin intakte Chancen auf den Klassenverbleib. Die würden sich nochmals erhöhen, wenn der SVR im Kellerduell gegen die TSG Achstetten zum ersten Heimdreier käme. Die punktgleiche TSG landete zuletzt zwei überzeugende Heimsiege und hofft trotz einer zweiwöchigen Spielpause, diesen Schwung ins Waldstadion zu bringen. Der 22-jährige Angreifer Tobias Osswald traf in den letzten beiden Partien gleich fünf Mal und will in diesem wichtigen Spiel nachlegen.

Rückschläge wie das vorwöchentliche 1:5 hat der TSV Ummendorf in der Rückserie schon mehrmals verdaut und dann eine erfolgreiche Gegenreaktion gezeigt. Die braucht das Schlusslicht in der vorletzten Heimpartie gegen den SV Baustetten dringender denn je, der Zweitrunden-Pokalsieg gegen den SVB könnte mentale Hilfe sein. Der Mitaufsteiger wartet seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis, auf Vieles was der SVB auf dem Platz derzeit anstellt, hat der Gegner meist die bessere Antwort. Die Saison will der SVB so aber auf keinen Fall ausklingen lassen, Platz fünf ist in der Endabrechnung noch möglich.

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