Messe aktiv 50 plus: Alles rund ums Thema Älterwerden

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Sie kümmern sich um die Organisation der Messe aktiv 50 plus: (v. l.) Dietmar Babion (AOK), Ingrid Oschwald (Sanitätshaus Gimpl
Sie kümmern sich um die Organisation der Messe aktiv 50 plus: (v. l.) Dietmar Babion (AOK), Ingrid Oschwald (Sanitätshaus Gimple). Thomas Münsch (Caritas), Dietmar Patent, Klaus Zell (beide Volksbank Ulm-Biberach), Karl-Heinrich Gils (Diakonie), Gertraud Koch (Landkreis) und Christian Walz (Stadt Biberach). Es fehlen Hermann Hagel und Peter Schmogro. (Foto: Michael Mader)
Michael Mader

Die Menschen werden im Durchschnitt immer älter – auch in der Region Biberach. Insofern wird die zweite Lebenshälfte immer länger und immer wichtiger. Die Messe aktiv 50 plus am Freitag, 27. April, in der Biberacher Gigelberghalle und der Stadtbierhalle informiert über die unterschiedlichsten Themenfelder dieser Lebensphase.

Die Besucher kommen mit Partnern aus dem Ehrenamt, aus Sozialverwaltungen, aus Institutionen für Gesundheit und Pflege, Handwerksbetrieben und Finanzdienstleistern ins Gespräch und zu Informationen aus erster Hand.

Die Messe ist in Biberach zur Institution geworden und erfreut sich großer Beliebtheit. „Wir erwarten auch in diesem Jahr mehr als 1000 Besucher bei der Messe“, sagt Mitorganisator Karl-Heinrich Gils, der für die Diakonie in einem zehnköpfigen Organisationsteam sitzt und bei dem die Fäden zusammenlaufen. Gute Nachrichten gibt es auch von der Volksbank Ulm-Biberach, die die Messe weiterhin finanziell unterstützt. „Wir stellen 6250 Euro für die kommenden fünf Jahre zur Verfügung“, sagt Dietmar Patent, „zudem wollen wir die Messe künftig ganzjährig mit einem Informations- und Vortragsangebot auch ideell unterstützen.“ So soll die digitale Welt für die ältere Generation besser erreichbar und verständlich werden.

Vertreter von Stadt und Landkreis werden die Messe mit musikalischer Begleitung offiziell eröffnen. Die Messe hat sich zu einem Mehrgenerationenprojekt entwickelt, zu dem der Organisationskreis gemeinsam mit mehr als 50 Ausstellern einlädt. „Damit ist auch die Kapazitätsgrenze erreicht und wir wollen die Messe auch weder räumlich noch zeitlich vergrößern“, sagt Gils. „Die Messe an einem Tag durchzuführen, hat viele Vorteile und zudem könnten wir auch gar nicht so viel Personal abstellen“, betont Thomas Münsch von der Caritas. An einem Tag könne man gezielt und sehr persönlich mit den Besuchern ins Gespräch kommen und Themen, die die Menschen berühren, individuell aufgreifen. Denn schließlich setze sich jeder früher oder später mit dem Älterwerden auseinander, so Münsch.

Die Vielfalt der Themen ist groß. „Wir können sicher nicht alles berücksichtigen, aber wir haben uns Mühe gegeben“, erklärt Karl-Heinrich Gils. Bei der Kontakt- und Informationsstelle für gesundheitliche Selbsthilfegruppen informiert die Amsel- und Parkinson-Gruppe. Mitarbeiter des Pflegestützpunkts und des Versorgungsamts findet man am Stand des Kreissozialamts. Wie man Fahrrad- und Wohnungsdiebstählen vorbeugt, erfährt man im „Polizeitruck“. Oder ein ganz anderes Thema, was aber im Alter von einem Tag auf den anderen wichtig werden kann: Die Planung, Finanzierung eines Neu- oder Umbaus und Tipps zur barrierefreien Gestaltung von Bad und WC thematisieren verschiedene Stände. Die Technikbotschafter der Wohnberatung stellen daneben praktische Alltagshilfen vor. „Auch der Biberacher Stadtseniorenrat ist vor Ort und informiert über Sehbehinderungen, Ampelanlagen für Sehbehinderte und vieles mehr“, freut sich Gils über die Teilnahme unterschiedlichster Anbieter. Ein Biberacher Sanitätshaus bietet extra auf dem Außengelände ein Rollatortraining an: „Das fängt schon bei der richtigen Einstellung der Geräte an“, sagt Ingrid Oschwald aus dem Organisationskreis. „Hier können wir schnell helfen.“

Um einmal ohne Automobil zu bleiben, ist auf kurzen Strecken das E-Bike für viele eine Alternative, besonders wenn es mal bergauf geht. Urlaubsträume erfüllen Busunternehmen oder ein Verein, der Projekte in Nepal unterstützt. Darüber informiert Werner Höschele in seinem Vortag. Weitere interessante Vorträge begleiten die Messe den ganzen Tag über. „Wer einen Vortrag besuchen möchte, sollte sich bei 35 Plätzen die kostenlose Karte am Messetag rechtzeitig am Infopoint in der Gigelberghalle sichern“, hat Karl-Heinrich Gils noch einen guten Tipp.

In der Gigelberghalle bieten Schüler der Bischof-Sproll-Schule ein preiswertes Mittagessen an. Ganz kostenlos sind sogar die Angebote von Kaffee und Zopfbrot in der Stadtbierhalle.

Programm

9.20 Uhr: Eröffnung mit der (Bischof-Sproll-) Bischi-Bläser-Combo

10 Uhr: Erkrankungen der Schulter und des Ellenbogens

10.45 Uhr: Schwerbehindertenausweis: Wer bekommt ihn? Welche Nachteile gleicht er aus?

11.30 Uhr: Schlaganfall: Was kann man heute tun, um Risiken und Folgen zu mindern?

12.15 Uhr: Sehprobleme in der zweiten Lebenshälfte: Makula-Degeneration und Grauer Star

13 Uhr: Sicherer Umgang mit Arzneimitteln leicht gemacht

13.45 Uhr: Herzgesundheit ab 50, worauf kommt es an?

14.30 Uhr: Digitale Trends: Der Zahlungsverkehr und neue innovative Zahlungsmethoden

15.15 Uhr: Wie hilft der Pflegestützpunkt hilfebedürftigen älteren Menschen und ihren Angehörigen?

16 Uhr: Träume erfüllen: Kulturreise durch Nepal

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