Menschenleben so spannend wie Bücher

Lesedauer: 4 Min
 Zwischen Büchern berichten Menschen am Montagabend aus ihrem Leben.
Zwischen Büchern berichten Menschen am Montagabend aus ihrem Leben. (Foto: Jan Woitas/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die dritte Nacht der lebenden Bücher gibt es am Montag, 8. April, ab 19 Uhr in der Stadtbücherei. Das diesjährige Kulturleitthema „In der Welt unterwegs – in Biberach zu Hause“ wird dabei besonders berücksichtigt. Unter dem Slogan „Was führt Menschen nach Biberach?“ berichten Menschen über ihre Erfahrungen, ihr Ankommen und ihr Leben. Neben dem Seniorenbüro ist deshalb auch dieses Mal das Integrationsbüro Kooperationspartner der Veranstaltung.

Leidenschaftliche Erzählungen und spannende Gespräche sind in insgesamt drei Runden zu erwarten, die um 19.30, 20.15 und 21 Uhr starten. Die „lebenden Bücher“ und ihre „Leserschaft“ können sich im persönlichen Gespräch bis zu 30 Minuten austauschen. Mit einem „lebenden Buch“ können maximal acht Gäste im gleichen Zeitrahmen sprechen. Um sich ein bestimmtes „Buch“ zu sichern, sollte man es im Vorfeld in der Stadtbücherei reservieren. Es ist aber gleichermaßen möglich, spontan in die Stadtbücherei zu kommen und sich kurzfristig für ein Gespräch anzumelden. Das heißt auch, die Besucher müssen nicht an allen Gesprächsrunden teilnehmen und können auch später, nach Veranstaltungsbeginn, dazu stoßen.

Die „Bücher“ sind an verschiedenen Stellen in der Bücherei zu finden. Die zahlreichen Nischen sind bestens geeignet für ungestörte, spannende und interessante Gespräche und tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Der Eintritt ist frei, die Stadtbücherei öffnet um 19 Uhr, damit vor der ersten Runde noch die Gelegenheit besteht, sich noch einmal genau über die „lebenden Bücher“ und den Ablauf zu informieren.

Bezüge zu Biberach

Als „Lebende Bücher“ wurden bei diesem Projekt Menschen eingeladen, die sich für die Gesellschaft engagieren, interessante Berufe ausüben oder ungewöhnliche Lebenskonzepte verfolgen. Man muss kein Bestseller-Autor sein, um eine spannende Geschichte erzählen zu können. Das Besondere ist, dass die lebenden Bücher alle aus oder nahe Biberach kommen oder einen besonderen Bezug dazu haben. Wie etwa eine Familienhebamme aus Eritrea, ein Vater und sein Adoptivsohn aus Gambia, ein kurdischer Wissenschaftler oder eine Frau, die als Kind mit ihrer Familie aus der ehemaligen DDR geflüchtet ist. Zu respektieren ist, dass die „lebenden Bücher“ entscheiden, was sie erzählen möchten und was nicht. Zwischen den Gesprächen besteht die Möglichkeit, sich im Erdgeschoss bei „Rinkus indischer Küche“ zu stärken und sich gegenseitig auszutauschen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen