„Menschen sollen sich willkommen fühlen“

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Daniel Poßeckert
Daniel Poßeckert (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Daniel Poßeckert ist der neue Integrationsbeauftragte der Stadt Biberach. Daniel Poßeckert ist in Laupheim aufgewachsen und hat in Biberach Abitur gemacht. Seine Dienststelle ist bei der Volkshochschule angesiedelt.

Herr Poßeckert, beschreiben Sie bitte kurz Ihren bisherigen Tätigkeitbereich?

In Bamberg habe ich vor allem dauerhaft bleibeberechtigte Menschen und Asylsuchende während der Dauer ihres Verfahrens beraten. Zu meinen Integrationsprojekten gehörte die Anbindung von Familien an die örtlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen und bei Bedarf die Unterstützung durch zusätzliche Deutsch- und Leseförderung. Ebenso leistete ich Hilfe zur Selbsthilfe für Ratsuchende bei der Beantragung von behördlichen Leistungen. Die Stärkung der Eigeninitiative bei der Suche nach einer Arbeitsstelle sowie dem Verfassen von Bewerbungsanschreiben und Lebensläufen war ein weiterer Bestandteil seiner Tätigkeit.

Und was genau gehört zu Ihrem neuen Aufgabenfeld?

Es geht um Planung, Koordination und Steuerung der Integrationsarbeit in Biberach und deren Weiterentwicklung und Repräsentation. Sehr wichtig ist mir dabei, für alle Bürgerinnen und Bürger in Biberach ein offenes Ohr zu haben. Menschen mit Migrationshintergrund, die wegen ihrer Arbeit, Familie, eines Studiums oder wegen Flucht aus ihrem Herkunftsland nach Biberach gekommen sind, sollen sich unabhängig von ihrem Geschlecht, Herkunftsland, ihrer Hautfarbe, Religion oder der Dauer ihres Aufenthalts willkommen fühlen. Die Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll gestärkt werden, aber auch Schwierigkeiten und Herausforderungen offen angesprochen werden.

Wie sehen Ihre ersten Schritte aus?

Wichtig ist für mich zunächst die Kontaktaufnahme zu Kooperationspartnern, Vereinen und Initiativen, um mir einen Überblick über die Integrationsarbeit in Biberach zu verschaffen und Anregungen für meine Arbeit aufzugreifen. Wichtige Themen sollen in regelmäßig stattfindenden Arbeitskreisen besprochen werden.

Haben Sie schon ein erstes konkretes Projekt?

Ja. Die Erstellung einer mehrsprachigen Broschüre für Menschen, die neu in unsere Stadt gekommen sind. Die Broschüre wird später auch den Firmen in Biberach zur Verfügung gestellt. Und sobald es die derzeitige Situation zulässt, soll unter Beteilung weiterer Akteure und insbesondere auch bestehender Migrantenorganisationen eine aufsuchende Bildungs- und Sozialarbeit in den Biberacher Stadtteilen etabliert werden. Ziel ist dabei, Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, die bisher noch nicht ausreichend in das städtische Leben integriert werden konnten.

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