Mengen muss Ausfällen Tribut zollen

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 Raphael Geiger (rechts) wird beim Sieg des FV Biberach in der zweiten Halbzeit für Robin Biesinger eingewechselt, hier im Zweik
Raphael Geiger (rechts) wird beim Sieg des FV Biberach in der zweiten Halbzeit für Robin Biesinger eingewechselt, hier im Zweikampf mit Mengens Anton Hartock. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Der FC Mengen ist in der zweiten Runde des Fußball-Verbandspokals ausgeschieden. Am Dienstagabend verlor die von Gerhard Heinzle betreute Mannschaft - der „Co“ vertrat den erkrankten Chefcoach Herbert Küchler - in Biberach mit 1:5. Biberach trifft nun in Runde drei auf den Sieger der Partie Rot-Weiß Weiler gegen den Oberligisten VfB Stuttgart II. Das Ehrentor für den FC Mengen erzielte der eingewechselte Jürgen Willbold zum Auftakt der Schlussviertelstunde.

Der FV Biberach machte schon in den ersten Minuten deutlich, wo „der Bartel, der Most holt“. Das Team von Spielertrainer Florian Treske versuchte den FC Mengen, der ohne seine komplette, etatmäßige Viererkette antreten musste, sofort unter Druck und in dessen Hälfte festzusetzen. Mit Erfolg nach zehn Minuten spielten sich Ruben Grundei und Ramon Diamant im Zusammenspiel über rechts durch, was letztlich ein Foul von Tobias Tritschler zur Folge hatte. Andreas Wonschick verwandelte den fälligen Elfmeter zur 1:0-Führung. Knapp zwei Minuten später erhöhte der Biberacher Kapitän auf 2:0 nach schöner Vorarbeit von Fabian Scheffold.

Und es ging so weiter, auch wenn Alexander Klotz nach einer Viertelstunde plötzlich vor Biberachs Keeper Axigia Maiejoe auftauchte, doch der parierte glänzend. Fünf Minuten später fiel der dritte Treffer für Biberach. Treske, diesmal auf der Sechs spielend, schloss eine Musterkombination über Wonschick und Zugang Ruben Grundei per Direktabnahme ab (20.). Mengen versuchte nun höher zu stehen. Das ergab mehr Ballbesitz und auch eine Kopfballchance von Anton Hartock (28.). Das war es dann auch schon im ersten Durchgang. Biberach führte auch in dieser Höhe verdient, auch wenn der Gast gegen Ende der Halbzeit mehr Spielanteile hatte.

Zur Pause ersetzte Treske den Ex-Laupheimer Robin Biesinger durch den anderen Ex-Laupheimer Raphael Geiger. Das Spiel änderte sich nicht. Der Gastgeber hatte erneut sehr gute Möglichkeiten zu weiteren Toren. Timo Heimpel (50.), Ramon Diamant (58.), Raphael Geiger (59.) und Wonschick (61.) vergaben. Vier Minute später fast die Quittung, doch Mengens Maximilian Stumpp konnte eine Unsicherheit von Maiejoe nicht nutzen. So fiel dann doch der nächste Treffer wieder für Biberach. Wonschick krönte seine gute Leistung mit einem sehenswerten Schuss aus 22 Metern in den Winkel – unhaltbar für Mengens Torwart Niklas Volo (72.). Weitere fünf Minuten später war es dann erneut Treske, der nach Vorarbeit von Ramon Diamant nur noch aus drei Metern einschieben musste - 5:0. Auch in dieser Höhe eine verdiente Führung. Aus zwei Gründen: Biberach spielte effektiv und der FC Mengen war vor dem Tor einfach zu harmlos oder zu überhastet. Daran änderte auch der Ehrentreffer von Jürgen Willbold in der Nachspielzeit nichts mehr. Auch die taktische Umstellung mit Klotz, der vor der Pause noch zentrale Sturmspitze spielte, und danach als Spielgestalter agierte, brachte unter dem Strich nichts. Biberach ist offensichtlich kein gutes Pflaster für den FC Mengen, schon in der abgelaufenen Saison im hiesigen Stadion nichts erben konnte. Dagegen schwimmt der FV Biberach weiter auf der Erfolgswelle: Siege gegen Laupheim und Mengen im WFV-Pokal, dazu ein Unentschieden in Weiler, das ein gefühlter Sieg war. So kann es für Florian Treske und seine Mannschaft weitergehen.

Florian Treske war vollauf zufrieden mit der Leistungen seiner Biberacher: „Wir haben da weitergemacht wo wir in Weiler und in Laupheim aufgehört, nämlich mit attraktivem, offensiven Fußball. So kann es weitergehen. Wir werden auch tief stehende Mannschaften wie Trillfingen unsere Chancen bekommen.“

Gerhard Heinzle, Co-Trainer und Schwager von FCM-Coach Herbert Küchler, sagte: „WIr haben auch in dieser Höhe hier verdient verloren. Gratulation an den FV Biberach, aber heute war nicht mehr drin, auch weil uns die komplette Innenverteidigung fehlte.“

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