Mehr Wahlmöglichkeiten: Was sich bei diesen Studiengängen ändert

Laborarbeit ist Teil des Studiengangs Energie-Ingenieurwesen.
Laborarbeit ist Teil des Studiengangs Energie-Ingenieurwesen. (Foto: Stefan Sättele/HBC)
Schwäbische Zeitung

Mehr Orientierung, mehr Wahlmöglichkeiten: Die Hochschule Biberach ändert ihre Studienprogrammatik und bietet so mehr Spielraum für einen individuellen Studienverlauf. Den Auftakt machen die drei Studiengänge BWL, Energie-Ingenieurwesen und Architektur.

Derzeit bietet die HBC neun Bachelor- und Masterstudiengänge an sowie weitere berufsbegleitende Studiengänge. Im Bereich des Bachelors ermöglichen es verschiedene Studienmodelle, individuelle Akzente zu setzen: Zum Beispiel bietet die vertiefte Praxis durch ein duales Studium in Kooperation mit einem Unternehmen einen noch stärken Praxisbezug, das Biberacher Modell verbindet das Studium mit einer vollwertigen handwerklichen oder kaufmännischen Ausbildung. Der Bachelor International führt die Studierenden ein Jahr lang ins Ausland.

Die aktuellen Studienangebote der HBC sind: Architektur, Energie-Ingenieurwesen, BWL (Bau und Immobilien/Energie und Klimaschutz /Unternehmensführung/Wirtschaftsrecht), Bauingenieurwesen, Bau-Projektmanagement, Holzbau-Projektmanagement, Pharmazeutische Biotechnologie und Industrielle Biotechnologie.

Die Studienprogrammatik ändert sich in diesen drei Studiengängen:

BWL (mit vier Profilen): Die Welt – und mit ihr die Wirtschaftswelt – ist im Umbruch: Digitalisierung, Klimawandel und Globalisierung verändern Unternehmen und ihre bisherigen Geschäftsmodelle von Grund auf. Smarte Technologien krempeln die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und wirtschaften, fundamental um. „Daraus erwachsen für künftige Fach- und Führungskräfte, die sich flexibel und kreativ auf die Herausforderungen von morgen einstellen, große berufliche Chancen und überdurchschnittliche Einkommensperspektiven“, teilt die HBC mit. Das Betriebswirtschaftslehre-Studium bietet BWL künftig als Basiskompetenz an – verbunden mit vier verschiedenen Schwerpunkten. Die Studierenden legen in einem dreisemestrigen BWL-Grundlagenstudium das wirtschaftswissenschaftliche Fundament und entscheiden sich im zweiten Studienabschnitt für einen dieser Schwerpunkte: Bau- und Immobilien, Energie und Klimaschutz sowie Wirtschaftsrecht. Wer sich nicht auf eine bestimmte Branche festlegen will, wählt das Profil Unternehmensführung.

BWL (vier Profile) umfasst sieben Semester, Abschluss Bachelor of Science/Bachelor of Laws. Möglich ist zudem ein Masterstudium.

Energie-Ingenieurwesen: Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist eine der größten Herausforderungen für die Gesellschaft. Gerade im Bereich Energie und Gebäude findet sich ein großes Potenzial: Rund 40 Prozent der Energie wird in Europa in Gebäuden verbraucht und in Zukunft – zumindest teilweise – auch dort gewonnen. Ein zukunftsfähiges Energiesystem auf Basis von erneuerbaren Energien ist deshalb untrennbar mit der Errichtung und dem Betrieb von energieeffizienten, behaglichen Gebäuden verbunden. „Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, ist eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll – unter ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekten“, so die HBC in ihrer Pressemitteilung. Das Studium Energie-Ingenieurwesen ermöglicht eine Vorbereitung auf diese Berufsfelder. Im Grundstudium werden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen kennengelernt. Im Anschluss folgt die Entscheidung für eine Vertiefungsrichtung. Zur Wahl stehen Gebäudesysteme, Energiesysteme sowie als Querschnittsaufgabe Digitalisierung.

Energie-Ingenieurwesen umfasst sieben Semester, Abschluss Bachelor of Engineering. Ein Masterstudium ist möglich.

Architektur: In einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem den Fragen der Nachhaltigkeit immer höhere Bedeutung zukommt, bildet die Architektur den komplexen Schnittpunkt vielfältiger Qualifikationen. Wissenschaftliche, technische aber auch künstlerische Befähigungen, methodisches Denken jedoch auch das Erkennen von kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen: die berufliche Praxis ist bestimmt von der Moderation globaler Fragen politischer Weichenstellungen, der Integration unterschiedlichster Anforderungen an Quartier und Gebäude bis hin zum all dies integrierenden Vorgang des eigentlichen Entwerfens und zur baulichen Umsetzung. Dabei kann es um regional- oder städtebauliche Projekte wie auch um das einzelne Haus und dessen konkrete Nutzungen gehen. Das Studium selbst wird in Studio-Ateliers organisiert und verknüpft unmittelbar theoretische Übungsfelder mit konkretem Entwerfen. Konzeptionelle und selbstständige Analyse verbindet sich mit ganzheitlichen Lösungen. Eine besondere Ausrichtung erhält das Bachelorstudium durch die Möglichkeit eines individualisierten Studienverlaufs, in dem wichtige Kernthemen des Berufs den eigenen Neigungen nach vertieft studiert werden können: Klima, Bestand, Planung und Planungsprozesse sowie Form, Raum und Gestalt.

Architektur umfasst acht Semester mit dem Abschluss Bachelor of Arts, das Masterstudium ist möglich.

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