Mehr Langzeitarbeitslose im Landkreis Biberach

 Mehr Langzeitarbeitslose im Landkreis Biberach
Mehr Langzeitarbeitslose im Landkreis Biberach (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Biberach ist von 2,6 auf 2,4 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent. Der Landkreis Biberach weist zusammen mit dem Alb-Donau-Kreis die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg aus. Nur der Bodenseekreis weist mit 2,3 Prozent eine noch geringere Quote auf.

Im September 2021 wurden im Landkreis Biberach 2811 Arbeitslose gezählt. Dies sind 306 weniger als im August und auch 998 weniger als vor einem Jahr. Bei der örtlichen Agentur für Arbeit, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im September 1501 Arbeitslose registriert. Dies sind 248 Arbeitslose weniger als im August und auch 1126 weniger als vor einem Jahr. Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende betreut, ist die Zahl der Arbeitslosen im September von 1368 auf 1310 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl um 128 Personen gestiegen. Seit Jahresbeginn wurden 443 (Vorjahr: 383) Menschen mit Unterstützung des Jobcenters in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt.

Regionale Arbeitgeber im Bereich des Bezirks der Agentur für Arbeit Ulm, zu dem auch der Kreis Biberach gehört, meldeten 1329 Stellenangebote neu. Das waren 237 weniger als im August, jedoch 253 mehr als im September 2020. Die Zahl offener Arbeitsangebote lag mit 5434 um 31 Stellen etwas unter dem Vormonatswert. Im Vorjahresvergleich ist das ein Plus von 1833 Stellen oder 50,9 Prozent. Viele offene Stellen gab es neben den Personalüberlassungen (Zeitarbeit) vor allem im Handel, im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Bereich Unternehmensführung und -verwaltung, in der Baubranche und im Gastgewerbe. Nahezu 80 Prozent der offenen Arbeitsangebote waren Stellen auf Fachkraft-, Spezialisten- oder Expertenniveau. „Die Personalnachfrage ist stabil, vor allem Fachkräfte und höher Qualifizierte sind gesucht“, verdeutlicht Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm.

Am ersten September begann zudem das neue Ausbildungsjahr und noch gibt es viele offene Lehrstellen. „Bewerben lohnt sich auch jetzt noch. Allen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, steht die Berufsberatung mit Rat und Tat zur Seite“, ermutigt Auch.

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