Liebherr schafft sich mehr Platz

Lesedauer: 4 Min

Knapp 200 Mitarbeiter arbeiten im neuen Vertriebs- und Verwaltungszentrum des Liebherr-Werks Biberach.
Knapp 200 Mitarbeiter arbeiten im neuen Vertriebs- und Verwaltungszentrum des Liebherr-Werks Biberach. (Foto: Gerd Mägerle)
Redaktionsleiter

Jetzt haben die Kranbauer wieder genügend Platz: Die Liebherr-Werk Biberach GmbH (LBC) hat am Samstag ihr neues Vertriebs- und Verwaltungszentrum eingeweiht. Aus diesem Anlass wurde auf dem gesamten Firmengelände entlang der Riß ein großer Liebherr-Familientag veranstaltet. Rund 12 000 Besucher – Mitarbeiter und deren Angehörige – feierten bei bestem Wetter.

Das Geschäft mit den Trumdrehkranen aus Biberach brummt wie nie. Rund 80 000 Stück in 80 verschiedenen Typen hat Liebherr seit 1949 produziert. Im vergangenen Jahr gelang mit 440 Millionen Euro ein Rekordumsatz. Gleichzeitig litt das Liebherr-Werk Biberach in den vergangenen Jahren unter akutem Platzmangel – vor allem, was Büroflächen anging. Teilweise musste auf dem Firmengelände selbst improvisiert werden, teilweise wurden andere Räumlichkeiten im Stadtgebiet von Biberach angemietet.


Rund 12000 Besucher tummelten sich beim Familientag auf dem Liebherr-Gelände.
Rund 12000 Besucher tummelten sich beim Familientag auf dem Liebherr-Gelände. (Foto: Liebherr)

Diese Zeit ist nun vorbei. In den vergangenen 19 Monaten entstand gegenüber dem neuen Parkhaus ein modernes, fünfstöckiges Gebäude für die Mitarbeiter von Verwaltung und Vertrieb. Abteilungen rücken nun wieder zusammen, Synergien können genutzt werden. Rund 18 Millionen Euro hat Liebherr dafür investiert, knapp 200 Mitarbeiter haben dort nun auf 9500 Quadratmetern Fläche ihre modernen Arbeitsplätze. Neben Büros gibt es auf den einzelnen Stockwerke auch Küchen und Kommunikationsflächen sowie Kreativräume. Im obersten Stock befindet sich außerdem ein großes Tagungszentrum sowie weitere Büroräume in Reserve.

„So ähnlich wie das von Firmengründer Hans Liebherr 1956 erbaute Hochhaus soll auch dieses Gebäude einen Meilenstein darstellen“, sagte Thomas Schwaninger, Finanz-Geschäftsführer der LBC, bei der Einweihung. Beim Bau des neuen Gebäudes sei die gesamte Palette an Liebherr-Baumaschinen zum Einsatz gekommen. Aus der Schweiz angereist waren zur Einweihung auch die Familiengesellschafter Jan Liebherr und Stéfanie Wohlfarth. Den kirchlichen Segen für das Gebäude gab es vom evangelischen Stadtpfarrer Ulrich Heinzelmann sowie vom katholischen Pfarrvikar Paul Odoeme.


Rund 12000 Besucher tummelten sich beim Familientag auf dem Liebherr-Gelände.
Rund 12000 Besucher tummelten sich beim Familientag auf dem Liebherr-Gelände. (Foto: Liebherr)

Danach war Feiern angesagt: Denn erstmals seit 1999 veranstaltete Liebherr am Standort Biberach wieder einen großen Familientag für die knapp 3000 Mitarbeiter und deren Angehörige. Rund 12 000 Besucher hatten sich angemeldet. Neben der LBC beteiligten sich auch die Firmentöchter Liebherr-Components, Liebherr-International und die Liebherr-Purchasing Services, die alle in Biberach ihren Sitz haben. „Wir feiern damit auch den Abschluss der Investitionen von rund 200 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren am Standort Biberach“, sagte Hans Martin Frech von der Marketingabteilung der LBC. Er hatte den Familientag mit seinem Team rund ein dreiviertel Jahr lang vorbreitet.

Neben zwei großen Festzelten mit viel Musik, jeder Menge Verpflegungsständen sowie Unterhaltungsangeboten für große und kleine Besucher gab es auch die sogenannte Liebherr-Meile. Hier wurden Produkte vom Turmdrehkran, über Bagger und Betonmischer bis hin zu Kühlschränken präsentiert – eben alles, was in der großen Liebherr-Firmenfamilie so produziert wird. Selbstverständlich wurden auch die angebotenen Einblicke ins Kran- und Komponentenwerk den gesamten Tag über von den Besuchern eifrig genutzt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen