Licht für die im Todesschatten

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Schwäbische Zeitung

Der Katholische Deutsche Frauenbund Biberach (KDFB) begeht den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und gestaltet dazu die Eucharistiefeier am Sonntag, 26. Januar, um 19 Uhr in St. Martin. Zum Vorbereitungsteam gehören neben Mitgliedern des Frauenbundes auch Johannes Angele (IG-Heimatforschung) und Aja Gratz (Caritas).

Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes stehen die 31 „Euthanasie“-Opfer aus Biberach, die im Jahr 1940 in Grafeneck vergast wurden. Im Oktober 1939 hatte das Württembergische Innenministerium in Stuttgart die in Grafeneck bestehende Behinderungseinrichtung für „Zwecke des Reichs“ beschlagnahmt. Im Januar 1940 begannen die „NS-Euthanasie-Morde“ an Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Diese verwerflichen Taten wurden später nach dem Sitz der zentralen Planungsbehörde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin als „Aktion T4“ bezeichnet. Der Künstler Jochen Meyder hat eine Figur entworfen, mit der er an die 10 654 Menschen erinnern will, die von Januar bis Dezember 1940 in Grafeneck systematisch ermordet wurden. Zur Erinnerung kann jeder Besucher eine Figur mit nach Hause nehmen.

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